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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Maisanbau auf suboptimalen Standorten - Einfluss variierter Reihenweiten und Auswirkungen einer Dammkultur auf die Ertrags- und Qualitätsleistungen des Maises bei gleichzeitig variierter Beikrautregulierung

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE037 01-04-2004 bis 31-12-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Fachbereich Ökologischer Landbau, Hans-Böckler-Allee 20, 30173 Hannover Ansprechpartner: Markus Mücke Telefon: 0511/36654378 Email: muecke.markus@lawikhan.de

Kurzportrait:

Gegenstand dieses Projektes ist die Verbesserung des Maisanbaus als energiereiches Grundfutter auf suboptimalen Standorten mittels angepasster Kulturführung. Auch in Bio-Betrieben ist der Bedarf an energiereichem Grundfutter sehr hoch. Jedoch stellt sich gerade auf suboptimalen Standorten die Erzeugung des energiereichen Grundfutters als schwierig dar, weshalb bisher nur unzureichende Mengen zur Verfügung stehen. Da im ökologischen Landbau zudem nur ausgesuchte Ergänzungsfuttermittel erlaubt sind, setzt oftmals die Fütterung die Leistungsgrenzen auf Milchviehbetrieben fest. Aus diesem Grund spielt die Grundfutterqualität im ökologischen Landbau eine noch größere Rolle als im konventionellen – doch ist diese oft auch stark abhängig von den Standortbedingungen. Silomais als sehr energiereiches Futter kann auch in ökologisch wirtschaftenden Betrieben eine wichtige Grundlage darstellen. Ein nicht unerheblicher Teil der Öko-Milchviehbetriebe wirtschaften jedoch auf Flussmarsch-Standorten. Gerade dort gestaltet sich der Silomaisanbau aber schwierig, da sich diese Böden erst spät erwärmen, Silomaispflanzen aber besonders in der Jugendentwicklung sehr wärmebedürftig sind. Primäre Schäden wie Auflaufverzögerung bzw. Wachstumsstillstand als auch sekundäre Schäden wie Schädlingsfraß und Beikrautdruck sind die Folge. Ziel dieses Projektes ist somit, geeignete Regulierungsstrategien im Maisanbau zu entwickeln, um leichter sichere Erträge zu erreichen. Dazu sollen neben Standardgeräten wie Hackstriegel und Rollhacke auch Geräte aus der Kartoffelpflege eingesetzt werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Zur Entwicklung geeigneter Anbau- und Beikrautregulierungsstrategien im Ökologischen Maisanbau auf Flussmarsch-Standorten sind drei verschiedene Anbauverfahren im Zeitraum von 2004 bis 2006 geprüft worden. Neben der Standard-Variante mit 75 cm Reihenabstand wurde eine Engsaat-Variante mit 37,5 cm und eine Dammkultur-Variante mit 75 cm Reihenabstand miteinander verglichen. Zur Beikrautregulierung kamen Standardgeräte wie Striegel, Schar- und Rollhacke sowie ein praxisübliches Häufelgerät aus dem Kartoffelanbau zum Einsatz. Im ersten Versuchsjahr 2004 wurde mit der Dammkultur neben einem deutlich verbesserten Pflanzenwachstum auch ein beachtlicher Mehrertrag von 30 % erzielt. Die Engsaat lag im Ertrag immerhin um 10 % über dem Standardanbauverfahren. In den folgenden beiden Versuchsjahren kamen der Dammanbau und auch die Engsaat allerdings an ihre Grenzen. In den folgenden Versuchsjahren 2005 und 2006 hatten die im Damm abgelegten Maiskörner häufig keinen ausreichenden Wasseranschluss aufgrund sehr trockener Bodenverhältnisse. Ausbleibende Niederschläge verschärften diese Situation. Die Folge war ein verzögerter und ungleichmäßiger Aufgang des Maises. Dadurch konnten deutliche Mehrerträge wie im ersten Versuchsjahr mit dem Dammanbau nicht mehr realisiert werden. Im Jahr 2005 führte Vogelfraß zu zusätzlichen Pflanzenausfällen, mit der Folge, dass die Ergebnisse der Dammkultur nicht auswertbar waren. In allen drei Versuchsjahren kamen aber die Vorteile der Dammkultur in Bezug auf die Beikrautregulierung sehr deutlich zum Tragen. Die hervorragende verschüttende Wirkung der Häufelkörper erreichte zusätzlich auch innerhalb der Pflanzenreihen beachtliche Regulierungsergebnisse u.a. auch bei älteren Beikräutern. Beim Engsaatverfahren missfiel der hohe Beikrautbesatz. Dadurch fiel in den letzten beiden Versuchsjahren 2005 und 2006 der Ertrag gegenüber dem Standardverfahren stets sehr deutlich ab. Ursache war der enorme Beikrautdruck innerhalb der Pflanzenreihen, da durch den engeren Reihenabstand doppelt soviel Pflanzenreihen auf dem Hektar stehen. Da mit der Scharhacke innerhalb der Pflanzenreihen eine Regulierung der Beikräuter ausscheidet, bleibt so zwangsläufig ein höherer Flächenanteil bei der Beikrautregulierung unbearbeitet. Dieses Anbauverfahren ist deshalb für den Maisanbau unter ökologischen Anbaubedingungen nicht geeignet.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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