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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenernährung

Projekt:

Stickstoffdynamik im ökologischen Gemüsebau im Freiland mit organischen Düngern unter besonderer Berücksichtigung von Flachabdeckungen zur Verfrühung und zur Verlängerung der Anbausaison

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE031 07-04-2004 bis 31-12-2007 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Abteilung Gartenbau, An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim Ansprechpartner: Pia Engelmann Telefon: 0951-91726138 Email: pia.engelmann@lwg.bayern.de

Kurzportrait:

Zur Erzeugung von ökologischem Gemüse ist in den meist viehlos wirtschaftenden Betrieben zusätzlich zur Stickstoffgewinnung durch regelmäßige Leguminoseneinsaaten eine weitere Zufuhr stickstoffhaltiger Dünger erforderlich. Dabei wird aufgrund der BSE-Krise vermehrt auf Dünger vegetabiler Herkunft zurückgegriffen, wobei sich die Verwendung pflanzlicher Stoffe mit hinreichend hohem Stickstoffgehalt anbietet. Jedoch stellt sich auch hier – vor allem vor dem Hintergrund der durch die Richtlinien der Anbauverbände begrenzten organischen Düngerzufuhr (110 kg/ha) - die Frage des Abbauverhaltens dieser Dünger in Abhängigkeit von Standort und Witterung und dem damit verbundenen Nährstofffluss. Denn gerade im zeitigen Frühjahr und im Herbst sind aufgrund der niedrigen Bodentemperaturen die Abbaubedingungen oft nur suboptimal. Ziel dieses Projektes ist es somit zum einen, die N-Dynamik von organischen Handelsdüngern und von Leguminosenschrot im Boden (im Boden und zur Pflanze hin) unter Freilandbedingungen zu erfassen. Zum anderen soll modellhaft eine Verbesserung des Wissenstransfers von der Wissenschaft zur Praxis erreicht werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Der intensiv wirtschaftende ökologische Gemüsebau ist auf Zufuhr von organischen stickstoffhaltigen Materialien angewiesen. Seit der BSE-Krise werden verschiedene organische Materialien pflanzlicher Herkunft als Alternative zu Düngern tierischer Herkunft betrachtet. Organische Handelsdünger pflanzlicher Herkunft und Leguminosenschrote wurden in Freilandversuchen verglichen und bezüglich ihrer Düngewirkung bei verschiedenen Gemüsekulturen überprüft. Im ersten Versuchsjahr wurden in Vorversuchen im Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg der LWG Veitshöchheim verschiedene pflanzliche Dünger, ein betriebseigener Kompost und ein Horndünger auf deren Ertragswirksamkeit getestet. In den folgenden Vegetationsperioden wurden die N-Umsetzung verschiedener Materialien und deren Ertragswirksamkeit untersucht. Zu einer Frühkultur wurde zusätzlich der Einfluss einer Flachabdeckung überprüft. Analog zu den Hauptkulturen im Versuchsbetrieb wurden Versuche in Praxisbetrieben durchgeführt. Im Versuchsbetrieb wurde bei einer Auswahl von Düngern in deren Parzellen Brachen integriert und verschiedene N-Fraktionen untersucht. Mit dem Projekt 03OE102 „Synchronisation der N-Mineralisierung aus Mulch mit der N-Aufnahme von Freilandgemüse durch optimiertes Management einer Leguminosengründüngung“ wurden Versuchsplanung abgestimmt und Ergebnisse ausgetauscht. Die Ertragsergebnisse der Vorversuche bei Spinat und Weißkohl zeigen, dass verschiedene pflanzlicher Dünger als Alternative zu Hornprodukten möglich sind. In den folgenden Freilandversuchen konnte eine unterschiedliche Wirkung der verwendeten Dünger bei einer frühen Kultur mit Kohlrabi (Frischmasse- und N-Ertrag, Netto-N-Ausnutzung, Nmin-Gehalt) festgestellt werden. So zeichnet sich am Beispiel der Netto-N-Ausnutzung die Reihenfolge Rizinusschrot > Maltaflor®, Gelbe Lupine > Ackerbohne > Blaue Lupine ab. Es konnte ein Einfluss der Vliesabdeckung auf die Erträge, jedoch nicht auf den Nmin-Gehalt oder die Netto-N-Ausnutzung ermittelt werden. Bei den weiteren Kulturen (Knollensellerie, Porree und Spinat) lassen sich die verwendeten Dünger nicht deutlich differenzieren. Eine Aufteilung von Düngergaben zeigte keine positive Wirkung. Es bestätigte sich, dass auch mit Leguminosenschroten eine N-Versorgung von Gemüsekulturen möglich ist. Die pflanzlichen Dünger wurden überwiegend schnell mineralisiert, was durch die hohen Nmin-Gehalte im Boden bereits kurze Zeit nach der Düngung deutlich wird. In den Brachen war teilweise ein kurzzeitiger Anstieg des mikrobiellen N zu verzeichnen, am deutlichsten nach der Düngung mit dem Schrot der Blauen Lupine. In Abstimmung mit dem Projekt 03OE102 ergab sich ein deutlich unterschiedliches Mineralisationsverhalten der Böden der verschiedenen Standorte.

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Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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