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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenernährung

Projekt:

Praxiseinführung und Evaluierung eines Kalkulationsschemas zur bedarfsgerechten N-Düngung im ökologischen Freilandgemüsebau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE576 15-11-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft, Fachbereich Gartenbau, Söbrigener Str. 3a, 01326 Dresden Ansprechpartner: Dr. Hermann Laber Telefon: 0351/2612-768 Email: hermann.laber@pillnitz.lfl.smul.sachsen.de

Kurzportrait:

Die Nährstoffversorgung, und dabei insbesondere die Stickstoffversorgung, stellt eines der spezifischen Probleme des ökologischen Gemüsebaus dar. Anders als im konventionellen Gemüsebau, wo mit der Einführung der Nmin-Methode das Ziel verfolgt wurde, die N-Belastung der Umwelt bei weiterhin optimalen Ertragsniveau zu vermindern, stellt sich im ökologischen Gemüsebau eher das Problem, bei anspruchsvollen Kulturen ein befriedigendes Ertragsniveau durch eine bedarfsgerechte N-Düngung sicher zu erreichen. Die Umsetzung einer bedarfsorientierten Düngung gerade in Regionen mit relativ junger ökologischer Anbautradition (neue Bundes- länder) verläuft z.T. nur sehr zögerlich. Es fehlt an Betrieben mit reichem, aber auch fundiertem Erfahrungsschatz, die dieses Wissen an Kollegen weitergeben. Hauptziel dieses Projektes ist es daher, vor Ort den möglichen Produktivitätszuwachs durch eine angepasste, bedarfsorientierte Düngung zu demonstrieren, denn erfahrungsgemäß geht gerade von Demonstrationsversuchen auf Praxisbetrieben eine enorme Wirkung aus. Zudem sollen intensive Beprobungen der Praxis- bzw. Demonstrationsschläge durchgeführt werden um weitere Datensätze für ein Kalkulationsschema bezüglich: a.) N-Nachlieferung aus dem Humus, b.) N-Freisetzung aus Gründüngen, c.) N-Freisetzung aus Wirtschaftsdüngern, d.) N-Freisetzung aus organischen Handelsdüngern und zum e.) Nährstoffgehalt/Nährstoffbedarf verschiedener Gemüsekulturen zu sammeln.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im Rahmen des von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft durchgeführten Pro-jektes wurden auf sechs ökologisch bewirtschafteten Gemüsebaubetrieben Düngungsversuche zur Demonstration des möglichen Produktivitätszuwachs durch eine bedarfsorientierte N-Düngung und zur Evaluierung eines Kalkulationsschemas in verschiedenen Gemüse-kulturen angelegt. Neben betriebsüblicher Düngung (meist nur in Form von Wirtschafts-düngern) wurden Parzellen mit einer darüber hinausgehenden N-Düngung mit organischen Handelsdüngern sowie solche ohne Wirtschaftsdüngergaben integriert. Zusätzlich zur Ertragserfassung konnte durch Bestandesanalyse die N-Nachlieferung des Bodens, die N-Freisetzung aus Wirtschafts- und organischen Handelsdüngern sowie die N2-Fixierung von Gemüseerbsen und Buschbohnen ermittelt werden. In betriebsüblich gedüngten Varianten wurden darüber hinaus die P- und K-Gehalte im Erntegut erfasst. Vermutlich auf Grund der vorherrschenden trockenen Witterung konnten durch die Zusatz-düngung mit organischen Handelsdüngern im Mittel nur Ertragssteigerungen von 11 % realisiert werden. Aber auch die z. T. hohen Gaben an Wirtschaftsdüngern waren nur wenig ertragswirksam. Die N-Nachlieferung des Bodens lag im Schnitt bei 5,9 kg N/ha je Woche. Flächen, die zuvor mit bis zu 400 kg N/ha in Form von Stallmist gedüngt worden waren, zeigten mit durch-schnittlich 4,1 kg N/ha je Woche eher einen geringeren Wert. Die ermittelte N-Freisetzung aus Stallmist betrug in zwei von drei Fällen nur wenige Prozent. Die N-Freisetzung aus Haarmehlpellets bzw. Rizinusschrot lag im Mittel bei 32 % der ausgebrachten N-Menge. Insgesamt konnte das N-Angebot relativ gut mit dem Kalkulationsschema abgeschätzt werden, die einzelnen N-Quellen wurden jedoch über- bzw. unterschätzt. Die N2-Fixierung der trockengestressten Erbsen lag mit rund 25 kg N/ha in Höhe der N-Entzüge durch das Erntegut. Bei Buschbohnen fand vermutlich auf Grund hoher Nmin-Vorräte keine N2-Fixierung statt. Die N- und P-Gehalte der Marktware zeigten im Mittel die für konventionelles Gemüse typischen Werte, die K-Gehalte lagen leicht darüber. Auch die Höhe der N-Gehalte in den Ernterückständen entsprach denen der konventionellen Werte. Die N-Menge im Aufwuchs lag im Mittel bei 70 % der konventionellen Vergleichswerte.

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Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

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