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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Eindämmung des Erregers der Anthraknose der Lupine im ökologischen Landbau durch Anbau weniger anfälliger Lupinensorten der drei landwirtschaftlich wichtigen Lupinenarten

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE531 15-10-2002 bis 29-02-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Pflanzenvirologie, Mikrobiologie und biologische Sicherheit, Königin-Luise-Str. 19, 14195 Berlin Ansprechpartner: Dr. Helgard Nirenberg Telefon: 030/8304-2210 Email: H.Nirenberg@jki.bund.de

Kurzportrait:

Das Projekt verfolgt präventive Strategien zur Eindämmung der Pilzkrankheit Anthraknose bei Lupinen im ökologischen Landbau. Diese Krankheit hat sich in den letzten Jahren extrem schnell verbreitet und die Situation des Lupinenanbaues drastisch zugespitzt. Ziel ist mittels der Ergebnisse einen Boniturschlüssel für die Aufnahme der Mykose im Feldbestand zu erarbeiten sowie geeignete Sorten mit einer bestimmten Toleranz gegenüber dem Erreger für den ökologischen Landbau zu benennen. Aus rund 40 verschiedenen Lupinensorten wird zunächst im Gefäßversuch mit einer Screeningmethode eine geeignete Anzahl von Sorten mit einem hohen Toleranzverhalten gegenüber dem Anthraknoseerreger selektiert und anschließend im Freiland geprüft. Durch die Infektionsversuche können die konkreten Symptome der Krankheit zu unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Lupinen erfasst und zu einem Boniturschlüssel verarbeitet werden. Im Gegensatz zu kostenaufwendigen Behandlungen des Saatgutes oder des Bestandes wird mit der Bereitstellung von Sortenmaterial aus weniger anfälligen Lupinensorten für den ökologisch wirtschaftenden Landwirt eine relativ kostenneutrale Möglichkeit geschaffen mit der Anthraknose umzugehen. Die Ergebnisse können als Material für die Züchtung von anthraknoseresistenten Lupinensorten dienen und sind sowohl für Lupinenanbauer als auch für Saatgut- anerkennungsstellen nutzbar.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Das Projekt befasste sich mit einem Sortenscreening von 23 Lupinus albus-, 14 L. luteus- und 21 L. angustifolius-Sorten auf die Reaktion gegenüber einer Infektion mit Colletotrichum lupini var. setosum. Für die Infektion der Samen wurde der Substrattest, eine Methode, die die Primärinfektion des Pathogens simuliert, genutzt. Der Einfluß der Infektion auf verschiedene Merkmale, wie Überlebensrate der Pflanzen, Symptome, Befallsverlauf und auf den Ertrag wurden bewertet. Die drei Lupinenarten zeigten unterschiedliche Krankheitssymptome. Während die Symptome bei L. luteus und L.angustifolius oft untypisch waren, entwickelten sich bei L. albus bekanntere Anthraknosesymptome. Unterschiedliche Verhaltensweisen der drei Lupinenarten waren auch im Befallsverlauf zu finden. Die Versuche lieferten interessante Ergebnisse zum Verhalten der einzelnen Lupinenarten und -sorten gegenüber der Infektion mit dem Anthraknoseerreger. Die höchste Absterberate der Pflanzen aller 3 Lupinenarten war während des Keimlings- und Jungpflanzenstadiums. Der Entwicklungsverlauf der Mykose und die Symptomausprägung waren jedoch bei den Lupinenarten unterschiedlich. Die Überlebensrate der Pflanzen war stark abhängig von der jeweiligen Sorte. Die Ergebnisse sind eine fundierte Materialgrundlage zur Krankheit Anthraknose. Die Sortenunterschiede lassen ein erhebliches Toleranzpotential gegenüber dem Pilz Colletotrichum lupini var. setosum erkennen, so daß entsrechend unterschiedlicher Fragestellungen Sorten anhand der Projektergebnisse auswählt werden können.

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