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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Nicht wendendes Bodenbearbeitungssystem im Ökologischen Landbau -Dammkultursystem "Turiel"

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE525 15-10-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel, Fachgebiet Bodenkunde, Nordbahnhofstrasse 1a, 37213 Witzenhausen Ansprechpartner: Dr. Michael Brandt Telefon: 05542/98-1518 Email: quintern@mail.wiz.uni-kassel.de

Kurzportrait:

Das Dammkultursystem Turiel ist ein für die Praxis des ökologischen Landbaus vielversprechendes, nicht wendendes Bodenbearbeitungssystem. Im Rahmen des Projektes sollen essentielle Grundlagen für die landwirtschaftliche Beratung und die Wissenschaft zur Bewertung des Systems gewonnen werden, die es erlauben, das Dammkultursystem wirtschaftlich erfolgreich einzusetzen. Hierbei soll in einem Exaktfeldversuch das nicht wendende Bodenbearbeitungssystem (Dammkultursystem Turiel) im Vergleich zur wendenden Bodenbearbeitung (Pflug) in einer 6-gliedrigen Fruchtfolge (Kleegras - Kleegras - Winterweizen - Hackfrucht - Körnerleguminosen - Sommer/Wintergetreide) wissenschaftlich geprüft werden. Es werden pflanzenbauliche (z.B. Ertragsentwicklung, Qualität, N-Mineralisation), bodenkundliche (z.B. Lagerungsdichte, Eindringwiderstand,), ökologische (z.B. mikrobielle Aktivität) und betriebswirtschaftliche (z.B. Arbeitszeitbedarf, Energieaufwand) Parameter gemessen und bewertet. Auf dem Hof Wickede, der auf Praxisflächen vergleichend den Pflug und das Dammkultursystem einsetzt, sollen in enger Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe die Bestandesentwicklungen wissenschaftlich begleitet werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

In dem interdisziplinären Forschungsprojekt wurde ein Exaktversuch für Systeme der reduzierten Bodenbearbeitung im ökologischen Landbau eingerichtet. Verglichen werden das Dammkultursystem (DKS) nach Turiel-Major und das Ecomat-System der Firma Kverneland mit dem herkömmlichen Pflugsystem, jeweils im Kontext entsprechend angepasster Anbauverfahren. Im Rahmen des Projektes wurden auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Lehr- und Transferzentrum des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel, zwei Workshops durchgeführt. Durch den regelmäßigen Kontakt mit Landwirten, Beratern, Entwicklern und Wissenschaftlern wurde und wird Praxiswissen in die Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen einfließen. Der Wissenstransfer in beiden Richtungen wurde und wird intensiviert und vorangetrieben. Es handelt sich um einen Bodenbearbeitungssystemversuch im ersten Versuchsjahr. Insofern sind die Ergebnisse nicht geeignet, die Systeme zur Bodenbearbeitung in ihrer Gesamtheit zu bewerten. Der Systemwechsel zum Ecomat ist einfach zu bewerkstelligen. Die Veränderungen zum Standard-Pflugsystem sind gering. Die Vorzüge des Ecomat-Systems liegen in seiner hohen Schlagkraft. Durch die geringe Bearbeitungstiefe ist der Zugkraftbedarf gering. Bei 3 m Arbeitsbreite und Fahrgeschwindigkeiten von 9-12 km/h werden Flächenleistungen bis zu 2,5 ha/h erreicht. Das Ecomat-System hatte im Umstellungsjahr keine nachteiligen Auswirkungen auf die Erträge. Die N-Mineralisation verlief wie beim Pflugsystem. Bei der Umstellung auf DKS ist die Dammbreite (75 oder 90 cm) der Arbeitsbreite und der Pflanz- und Erntetechnik anzupassen. Das DKS nach Turiel-Major zeichnet sich gegenüber anderen DKS durch seine hohe Flexibilität und Arbeitsbreiten bis zu 7,2 m aus. Eine Systemumstellung nach der Ernte zur Herbstbestellung ist sinnvoller als im Frühjahr. Die Erträge bei Umstellung auf das DKS waren bei der extrem trockenen Witterung im Frühjahr geringer als bei den Pflugsystemen. Sie erlauben daher keine allgemeingültige Bewertung des DKS, da sich die Veränderungen der Bodenstruktur erst nach mehreren Jahren stabilisieren werden.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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