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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenzüchtung

Projekt:

Bedeutung von Regionalsorten im Getreidebau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE494 01-10-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Keyserlingk-Institut, Rimpertsweiler 3, 88682 Salem Ansprechpartner: Dr. Bertold Heyden Telefon: 07544/71371 Email: saatgut@t-online.de

Kooperationspartner:

Institut für biologisch-dynamische Forschung, Zentrale Darmstadt Gesellschaft für goetheanistische Forschung e.V., Getreidezüchtungsforschung Darzau Landesanstalt für Pflanzenbau Forchheim

Kurzportrait:

Es soll beispielhaft gezeigt werden, wie auf Basis der on-farm-Erhaltung von Hofsorten, regionale Winterweizen-Sorten entwickelt werden können, die an die Anbaubedingungen des ökologischen Landbaus besser angepasst sind, als verfügbare Handelssorten. Hierzu werden Sortenversuche an 7 Standorten in Deutschland durchgeführt. 6 Zuchtlinien aus der Bodenseeregion werden verglichen mit 5 Handelssorten und 6 Sorten/Zuchtlinien anderer biologischer Gereidezüchter. Dabei ist zu erwarten, dass die Sorten, die für den ökologischen Landbau entwickelt wurden, durchschnittlich bessere Backqualität aufweisen, als die Handelssorten. Für Landwirte ergeben sich daraus größere Absatzchancen und höhere Einkünfte. Es soll auch geprüft werden, ob die Eignung der Öko-Zuchtstämme besonders am Heimatstandort hervortritt, für den sie selektiert wurden. Vorzüge und Grenzen der standortangepassten Sorten sollten sich zeigen lassen. Die Bedeutung von Regionalsorten (Möglichkeiten der Erhaltung, Vermehrung u, regionale Verarbeitung) soll diskutiert werden. Gleichzeitig soll demonstriert werden, dass eine standortbezogene ökologische Pflanzenzüchtung einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt von Kulturpflanzen leisten kann und somit auch zur Qualitätssicherung des Ökolandbaus beiträgt.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im Vergleich zum konventionellen Landbau müssen die regionalen Unterschiede von Klima und Bodenbeschaffenheit im ökologischen Landbau mehr berücksichtigt werden. Eine eigene Züchtung für diese Vielfalt der Anbaubedingungen war nicht nur notwendig, weil der Züchtungsfortschritt im konventionellen Landbau immer weniger den Bedürfnissen im ökologischen Landbau entspricht, sondern auch, weil die neueren Züchtungsmethoden – bis hin zur Gentechnik – nicht mit dessen Prinzipien vereinbar sind. Beim Winterweizen sind aus biologisch-dynamischer Züchtung inzwischen anbauwürdige Sorten und Zuchtstämme vorhanden, die für sehr unterschiedliche Standortbedingungen gezüchtet worden sind. Diese „Öko-Sorten“ wurden nun in einem einjährigen Versuch mit Sorten aus der konventionellen Züchtung verglichen. Zur Auswertung kamen 6 Standorte mit 15 Sorten (bzw. 28 Sorten im Projekt Kulturpflanzenvielfalt von „Hohenlohe aktiv“). Außerdem wurden an 5 Standorten Feldversuche angelegt und es wurden Führungen besonders für Landwirte durchgeführt. Die Öko-Sorten waren den konventionellen Handelssorten in Bezug auf die Backqualität auf allen Versuchsstandorten überlegen, und nur teilweise auf Kosten des Ertrags. Für jeden Standort wurde die Eignung der Sorten aus der Zusammenschau aller Ergebnisse abgeschätzt, wobei vorrangig Backqualität und Ertrag berücksichtigt wurden. Dabei zeigte sich, dass die ertragsstarken (aber kleberärmeren) Sorten an guten Standorten bevorzugt waren, umgekehrt die kleberreicheren Sorten an den schwächeren Standorten. Dadurch ergaben sich regionale Vorzüge für einzelne Sorten und die Gruppe der 5 besten Sorten war an jedem Standort anders zusammengesetzt. Für alle Standorte gab es Öko-Sorten, die mindestens so gut oder besser eingestuft wurden wie die verglichenen Handelssorten. Die standortbezogene Züchtung für ökologische Anbaubedingungen führt also zu einer neuen Vielfalt von gut geeigneten Winterweizensorten. Besonders die Feldversuche stießen auf reges Interesse bei den Landwirten. Aus der Ernte wurden 4 Sorten im Nachbau verwendet und am Bodensee wollen 10 Bauern in Zusammenarbeit mit 4 Bäckern ein Regionalbrot auf den Markt bringen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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