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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Strategien zur Regulierung verschiedener Nematodenspezies im ökologischen Feldgemüsebau
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 02OE478 | 01-10-2002 bis 29-02-2004 |
|
Ausführende Stelle:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Referat Ökologischer Land- und Gartenbau
Endenicher Allee 60
53115 Bonn
Ansprechpartner: Andreas Paffrath
Telefon: 0221/5340-212
Email: andreas.paffrath@lwk.nrw.de
Kurzportrait:
Durch eine umfassende praxisorientierte, mit den wichtigsten Beratungseinrichtungen in Deutschland durchgeführte Umfrage auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben soll die tatsächliche Nematodenbelastung in der Praxis erfasst werden. Basierend auf der Ist-Analyse sollen auf ausgewählten Praxisbetrieben die Ursachen des Nematodenbefalls untersucht und Strategien zur Nematodenminderung entwickelt werden. Aus den Ergebnissen sollen wichtige Erkenntnisse und Empfehlungen für Beratung und Praxis abgeleitet u. wichtige Impulse für praxisorientierte Lösungsansätze sowie die Grundlage für einen weiteren gezielten Untersuchungs- und Forschungsbedarf gegeben werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Im Ökologischen Gemüsebau wurden in den letzten Jahren vermehrt Schäden durch pflanzenparasitä-re Nematoden beobachtet. Mögliche Gründe für die zunehmenden Probleme mit Nematoden liegen in der Fruchtfolgegestaltung. Ein hoher Anteil an Gemüsekulturen, Leguminosen und Untersaaten in der Fruchtfolge sowie ein hoher Beikrautbesatz sorgen für ein breites Wirtspflanzenspekrum für einige der stark schädigenden Nematodenarten. Regulierungsmöglichkeiten bestehen z.B. durch Eingliederung von Feind-, Fang und Nichtwirtspflanzen und resistenten Zwischenfrüchten in die Fruchtfolge. Weiterhin spielen Maßnamen im Anbaumanagement wie organische Düngung, Kalkung, Bodenbear-beitung, Brache, Saatzeitpunkte sowie physikalische und biologische Bekämpfung (Einsatz von Anta-gonisten) eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Status-Quo-Analyse wurde eine Umfrage auf Betrieben mit Nematodenproblemen zur Befalls- und Betriebsstruktur durchgeführt. Bodenproben von insgesamt 207 Gemüsebauflächen von bundesweit 55 Betrieben wurden auf Nematoden untersucht. Analysiert werden konnten 17 verschiedene pflanzenparasitäre Nematodengattungen. Als hauptschädigende Nematoden wurden die Gattungen Pratylenchus auf 90 % und Meloidogyne auf 50 % der untersuchten Flächen nachgewiesen. Die Auswertung der Umfrage ergab, dass Nematodenschäden auf Flächen mit den Bodenarten Sand zu 56 % und sandigem Lehm zu 21 % vorkamen. 23 % der befallenen Flächen waren Lehm- und Tonböden. Etwa 75 % der Betriebe wirtschaften schon länger als 11 Jahre nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus. Nematodenprobleme traten bei 40 % der Betriebe erst ab 10 Jahren nach der Umstellung auf. Trotz massiver Probleme haben viele der untersuchten Betriebe noch keine Maßnahmen zur Regulierung getroffen. Die durch Nematoden am häufigsten geschädigten Kulturen waren Möhren auf 60 % der Flächen sowie Sellerie und Zwiebeln. Bei 40 % der geschädig-ten Kulturen wurden Ertragseinbußen von über 50 % registriert. Tendenziell stärkere Ertagseinbußen gab es auf Flächen mit der Bodenart Sand und sandiger Lehm, Ackerzahlen unter 30, geringen Hu-musgehalten und pH-Werten unter 5,5. Flächen die zur Trockenheit neigen und nicht beregnet wurden sowie Flächen mit starker Verunkrautung waren ebenfalls stärker von Nematodenbefall betroffen.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



