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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Alternativen im und zum Silomaisanbau im Ökologischen Landbau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE463 01-10-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel
Institut für Nutzpflanzenkunde
Steinstraße 19
37213 Witzenhausen
Ansprechpartner: Prof. Dr. Konrad Scheffer
Telefon: 05542/98-1545
Email: scheffer@wiz.uni-kassel.de

Kurzportrait:

Viele Rinderbetriebe des ökologischen Landbaus bauen trotz ihres Interesses am Silomaisanbau und eines großen Bedarfs an einem energiereichen Grundfuttermittel keinen Silomais an. Dies hängt mit Anbauproblemen und der Umweltgefährdung beim Silomaisanbau zusammen (Bodenerosion, Nitratauswaschung, aufwändige Unkrautregulierung), die bei herkömmlichen Anbau- systemen häufig auftreten. Zur Deckung des Energiebedarfs werden daher andere Futterpflanzen (Getreideganzpflanzensilagen) angebaut. Diese sind i.d.R. aber weniger ertragreich als der Silomais und weisen eine geringere Energiedichte auf. Daher wächst das Interesse am Maisanbau im ökologischen Landbau und damit die Nachfrage aus der Praxis nach Lösungsansätzen für die genannten Probleme. In diesem Projekt soll zum Einen eine bundesweite Evaluierung von Maisanbausystemen durchgeführt und in Bezug auf unterschiedliche Parameter (Ertrag, Fruchtfolgestellung, Unkrautregulierung etc.) beurteilt werden. Zum Anderen sollen in einem Demonstrationsvorhaben einige ausgewählte Silomaisanbausysteme für die landwirtschaftliche Praxis untersucht werden. Dabei sollen neben verschiedenen Alternativen im Silomaisanbau auch Alternativen zum Maisanbau (Futterrüben, Futterroggen bzw. Triticale, Futterhirse) aufgezeigt werden. Ferner soll für jede Variante eine Arbeitsbilanz durchgeführt werden, so dass unter Berücksichtigung der erhobenen Parameter eine ökonomische Vergleichsbilanz zwischen den einzelnen Varianten erstellt werden kann.

Kurzfassung der Ergebnisse:

n einem Demonstrationsvorhaben wurden vier unterschiedliche Maisanbausysteme mit den Alternativvarianten Futterrüben, Futterhirse (Ganzpflanzensilage = GPS) und Triticale-GPS verglichen. Die Maisvarianten waren den Alternativvarianten hinsichtlich des Ertrags, des Futterwertes, des Energieertrags und der Wirtschaftlichkeit z.T. sehr deutlich überlegen. Nur die Maisvariante mit engerem Reihenabstand schnitt schlechter ab und lag auf ähnlichem Niveau wie die Alternativvarianten. Das hing mit der höheren Bestandesdichte zusammen, die gerade in so einem hinsichtlich der Witterung extremen Jahr wie 2003 zu Trockenstress und Ertragseinbußen führte. Die höhere Wirtschaftlichkeit des Mais gegenüber den Alternativvarianten ist in den höheren Erträgen, der Energiedichte und in den relativ arbeitszeitsparenden Produktionssystemen begründet. Die bundesweite Evaluierung des Maisanbaus auf Praxisbetrieben verdeutlichte, dass der Mais im ÖL eine bedeutende Rolle spielt. Die meisten Betriebe sehen die Hauptprobleme im Maisanbau in der aufwändigen Unkrautregulierung und im Vogelfraß. Hier besteht die Notwendigkeit innovativer Lösungsansätze. Die Untersuchung der Nmin-Gehalte nach der Maisernte auf den Praxisbetrieben ergab z. T. sehr hohe Werte, die aus Sicht des Grundwasserschutzes ein Gefährdungspotenzial darstellen. Hier besteht auf den Betrieben vielfach Optimierungsbedarf beim Stickstoffmanagement, das auch zu höheren Erträgen führen könnte. Ferner muss auf vielen Betrieben, wie generell im ÖL, mehr Gewichtung auf bodenschützende Anbauverfahren gelegt werden, da hier das Problem der Bodenerosion relativ hoch ist, auch wenn die Betriebsleiter das selbst nicht so wahrnehmen. Dazu sind ökologisch wie ökonomisch verträgliche Lösungskonzepte gefragt.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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