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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Status Quo Analyse und Erarbeitung von Strategien zur Regulierung des Drahtwurmbefalls (Agriotes ssp. L.) im ökologischen Kartoffelanbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE266 | 01-06-2002 bis 31-01-2004 |
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Ausführende Stelle:
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Referat Ökologischer Land- und Gartenbau
Endenicher Allee 60
53115 Bonn
Ansprechpartner: Andreas Paffrath
Telefon: 0221/5340-212
Email: andreas.paffrath@lwk.nrw.de
Kurzportrait:
Ziel des Projektes ist die Ermittlung des derzeitigen Erkenntnisstandes im Hinblick auf die tatsächliche Drahtwurmbelastung im ökologischen Kartoffelanbau. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Häufigkeit des Auftretens, der Schadenshöhe, des Schadensbildes, der Bestimmung der Spezies und der Eignung der Untersuchungsmethoden. Mittels einer bundesweiten Recherche und einer Vor-Ort-Erhebung auf rund 25 Betrieben in den verschiedenen Regionen Deutschlands sollen Erkenntnisse über das Ausmaß des Drahtwurmbefalls in der Praxis, seiner Schadensauswirkungen und Einflussfaktoren gewonnen werden, um den weiteren Handlungsbedarf und praxisorientierte Minderungsstrategien erarbeiten zu können.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Die Kartoffel ist die wichtigste Hackfrucht im Ökologischen Landbau. Sie eignet sich hervorragend für die Direktvermarktung und erbringt hohe Erlöse. Drahtwürmer können durch Lochfraß an Kartoffelknollen das gesamte Erntegut vermarktungsunfähig machen. Immer mehr ökologisch wirtschaftende Landwirte ernten Kartoffeln, die durch Drahtwürmer geschädigt sind. Daher wurde an der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen eine bundesweite Status-quo-Analyse zur Drahtwurmproblema-tik im Ökologischen Kartoffelanbau und 20 Praxiserhebungen mit Kartoffelbonituren durchgeführt. Insgesamt wurden Betriebs- und Flächendaten von 46 Betrieben und 121 Flächen aus 9 Bundesländern ausgewertet. 86% der Betriebe werden seit mehr als 10 Jahren ökologisch bewirtschaftet. 51% der Landwirte gaben Drahtwurmschäden bis 5%, mehr als ein viertel größer 20% an. Auf sandigen Lehmböden traten die höchsten Drahtwurmschäden mit durch-schnittlich 17% auf. Auf stark verunkrauteten Flächen war der Drahtwurmschaden mit durchschnittlich 23% am höchsten. Flächen ohne und mit einjährigem Kleegras in der Fruchtfolge wiesen die geringsten Drahtwurmschäden an Kartoffeln mit durchschnittlich 10% und 13% auf. Kartoffeln, die zwei- bzw. drei Jahre nach Kleegras angebaut wurden, zeigten zwischen durch-schnittlich 23% und 39%Drahtwurmschäden. Vier Jahre nach Kleegras waren die Kartoffelknollen zu durchschnittlich 47%. drahtwurmgeschädigt. Als günstigste Umbruchtermine für Kleegras erwiesen sich die Zeiträume März/April und September/Oktober. Wurden Erbsen und Lupinen in der Fruchtfolge angebaut, lagen die Drahtwurmschäden an Kartoffelknollen bei durchschnittlich 3 bzw. 5%. Die Drahtwurmbefallswerte der bonitierten Kartoffelknollen lagen zwischen 0 und 81%. In beiden Anbaujahren gab es große Schwankungen im Drahtwurmbefall. Auf ökologisch bewirtschafteten Kartoffelflächen in Deutschland kam zu über 90% die pflanzenschädigende Art Agriotes obscurus vor, zu 9% Hemicrepidius niger.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



