Zum Download

PDF-Symbol Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Pflanze (PDF-Dokument, 3.5 MB)

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.

Linktipps

Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
WWW-Symbol oekolandbau.de

Logo oekolandbau.de, zum Informationsportal im neuen Fenster

Forschung und Entwicklung

Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)?
Zur Projektsuche


Logo BLE, zum Internetauftritt der BLE im neuen Fenster

© 2014 BLE

Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Vermeidung von Viruserkrankungen (Möhrenröte) im Ökologischen Möhrenanbau: a) Status Quo Analysen, b) Entwicklung eines Virusnachweises und c) Erarbeitung von Strategien zur Lösung bestehender Probleme im Ökologischen Landbau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE253 01-10-2002 bis 16-02-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel, Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz, Nordbahnhofstraße 1a, 37213 Witzenhausen Ansprechpartner: Dr. Helmut Saucke Telefon: 05542/98-1559 Email: hsaucke@wiz.uni-kassel.de

Kooperationspartner:

Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, Geschäftstelle im Ökolandbauzentrum Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Pflanzenvirologie, Mikrobiologie und biologische Sicherheit Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Abteilung Pflanzenvirologie

Kurzportrait:

Ziele des Projektes sind es, bundesweit den Status Quo der wichtigsten Möhrenkrankheiten inkl. Möhrenröte zu erfassen und zu analysieren und vorhandene Ansätze zur Vermeidung (Befallsreduzierung) der Viruskrankheit zu implementieren und zu optimieren. Insbesondere soll die Schadenswahrscheinlichkeit durch a) die Identifizierung geeigneter, d.h. schwachanfälliger Sorten, b) geeignete Terminierung der Aussaat und c) eine Auswahl geeigneter Gegenmassnahmen reduziert werden. Dabei soll der Einsatzzeitpunkt von Kulturschutznetz-Abdeckungen für hochpreisige Samenträgerbestände auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden. Zur Erreichung dieser Ziele gilt es eine Nachweismöglichkeit für den Viruskomplex zu entwickeln, da es in Deutschland bisher keine Möglichkeit gibt, das Möhrenröte-Virus auf einfache und zuverlässige Weise, d.h. mit serologischen Methoden, nachzuweisen. Die Verbreitung der Erkenntnisse soll es Landwirten ermöglichen, die Wirtschaftlichkeit des ökologischer Möhrenanbau zu erhalten und auszubauen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Für ein offenbar neues Krankheitsbild („Möhrenröte“) im ökologischen Möhrenanbau, bestehend aus Rotfärbungen des Laubes, gestauchten Herzblättern, Wurzelbärtigkeit und sog. „Rattenschwänzen“, werden Viruserkrankungen verantwortlich gemacht. Im Projekt wurden die Teilziele Virusanalytik, Status-Quo-Analysen und Lösungsstrategien wie folgt bearbeitet: Virusanalytik: Es konnten mindestens 8 verschiedene Viren identifiziert werden, nämlich 2-3 Stämme bzw. Arten aus dem Luteoviruskomplex Carrot red leaf virus (CtRLV), die Umbraviren Carrot mottle mimic virus/Carrot mottle virus, das Closterovirus Carrot yellow leaf virus, der Anthriscus-Stamm des Sequivirus Parsnip yellow fleck virus, das Potyvirus Carrot thin leaf virus, jeweils ein bisher nicht beschriebenes Carlavirus und Vitivirus sowie ein bisher unbekanntes „Beny“-ähnliches Virus. „Beny“-Virus und CtRLV wurden am häufigsten nachgewiesen. Ein konventionell erzeugtes Serum gegen CTLV wurde hergestellt und steht auch für PYFV in Aussicht. Während die Herstellung von Antiseren nach Immunisierung mit bakteriell exprimierten Hüllprotein für die CtRLV-Varianten nicht erfolgreich verlief, konnte auf diesem Wege ein Antiserum gegen CYLV erzeugt werden. Der hohe Anteil latent CtRLV-infizierter, symptomloser Pflanzen zeigt aber, dass offenbar noch andere bisher unbekannte Faktoren für die Symptomausprägung eine Rolle spielen. Die bundesweiten Status-Quo-Analysen zur Symptomatik ergaben als Hauptverbreitungsgebiete alle Anbauregionen mit intensivem Möhrenanbau, insbesondere die niedersächsische Region südlich Bremen. In Ernteproben wiesen symptomatische Rübenkörper ca. 30% Gewichtsverlust auf. Qualitätseinbussen waren nicht eindeutig erkennbar. Die ermittelten Ertragsverluste erreichten bis 17%, entsprechend bis zu € 600,-/ha. In Feldexperimenten zur Erarbeitung von Lösungsstrategien wurden Aspekte zur Sortenanfälligkeit und Saatzeit untersucht, sowie Fragen zur Rolle der Gierschblattlaus Cavariella aegopodii als vermuteten Virusvektor. Verarbeitungsmöhren hatten gegenüber Frischmarktsorten eine überwiegend höhere Symptomanfälligkeit, während Fragen zu kritischen Saatterminen und der Phänologie des Vektorfluges aufgrund der Witterungsextreme in 2003 nicht abschliessend geklärt werden konnten und der weiteren Untersuchung bedürfen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



Symbolerläuterung:

Bild: Symbol Projekt ist noch in Bearbeitung Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.

Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.