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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Neue Methoden zur Bekämpfung des Echten Mehltaus im ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE251 | 01-06-2002 bis 31-10-2003 |
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Ausführende Stelle:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Pflanzenernährung
Karlrobert-Kreiten-Straße 13
53115 Bonn
Ansprechpartner: Prof. Dr. Heiner E. Goldbach
Telefon: 0228/732850
Email: h.goldbach@uni-bonn.de
Kurzportrait:
Im Rahmen des Projektes soll an zwei Gemüsekulturen (Gurke, Tomate) die fungizide Wirksamkeit folgender Salze bzw. Extrakte unter Praxisbedingungen geprüft und die vorhandenen Erkenntnisse in ein Bekämpfungskonzept umgesetzt werden: 1. Patentkali, 2. Kalirohsalze, 3. MnCl2 in Kombination mit geringen Mengen S, 4. Knöterichextrakt, 5. Kontrolle ohne Behandlung und mit CaCl2. Dabei sollen auch Mischungen aus 2 oder 3 Komponenten getestet werden. Die ggf. synergistische Wirkung von Knöterich-Extrakt soll in Kombinationsversuchen geklärt werden. Unterstützend sollen Blattuntersuchungen zur Bestimmung der Nährstoffaufnahme durchgeführt werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Blattoberflächen - modifizierende Salzapplikationen sollten als Bekämpfungsmittel gegen Echten Mehltau an Tomaten und Gurken getestet werden hinsichtlich folgender Eigenschaften: - Wirkung verschiedener Salze; - Blattverträglichkeit; - Untersuchung der unterschiedlichen Wirkungsmechanismen mittels REM; - Übertragbarkeit in praxisnahe Versuche. Die verschiedenen Salzlösungen und Kombinationen aus diesen Salzen unterschieden sich deutlich in ihrer Wirkung auf Gurkenmehltau. Die beste Wirkung ergab sich mit allenfalls geringer Schädigung des Blattes mit 0,1% MnCl2, 1 % Patentkali (K2SO4/MgSO4) und 1% Knöterichextrakt. MnCl2 liegt auf Grund seines niedrigen Deliqueszenzpunktes ständig gelöst auf der Blattoberfläche vor, wogegen sich Knöterichextrakt und Patentkali auf der Blattoberfläche in einer Art „Salzkriechen“ verteilen durch häufigen Wechsel zwischen Trocknen und Wiederverflüssigung. Salzschäden ließen sich verringern durch Zusatz von Netzmitteln zur Sprühlösung. Rasterelektronische Visualisierung zeigte für alle untersuchten Lösungen einen direkt toxischen Effekt auf die Mehltausporen und ihre Hyphen in jeder Entwicklungsphase des Pilzes. Eine Verbesserung des Nährstoffstatus der Pflanzen scheidet als Wirkungsmechanismus aus, da alle Pflanzen optimal ernährt waren und die Behandlungen zu keinen signifikanten Veränderungen der Nährstoffgehalte in den Blättern führten. Besonders chloridische Salze führten z.T. zu erheblicher Nekrotisierung der Blätter. Da diese Salzlösungen jedoch auch in geringer Konzentration in der Lage waren, die Ausbreitung des Echten Mehltau effektiv zu verhindern, sollten Möglichkeiten zur Mikrodosierung dieser Salze geprüft werden. Extreme Witterungsbedingungen im Sommer 2003 führten dazu, dass Praxistests nicht ausgeführt oder normal beendet werden konnten. Es gilt jedoch als sicher, dass einige der untersuchten Salzmischungen in geringen Konzentrationen (zw. 0,1 und 1%) den Befall mit Echten Mehltaupilzen effektiv reduzieren können, ohne Blattoberflächen zu schädigen.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



