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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Kupferersatz im ökologischen Weinbau: Entwicklung und Anwendung neuer Formulierungs- und Produktionstechnologien für den praxisgerechten Einsatz bakterieller Antagonisten

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE190 01-07-2002 bis 31-10-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Forschungsanstalt Geisenheim
Institut für Biologie
Von-Lade-Straße 1
65366 Geisenheim
Ansprechpartner: Prof. Dr. Beate Berkelmann-Löhnertz
Telefon: 06722/502-415
Email: berkelmann@fa-gm.de

Kooperationspartner:

FZB Biotechnik

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist die praxisgerechte Einarbeitung der Applikation bakterieller Antagonisten gegen Plasmopara viticola in ein vorhandenes "Öko-Standard"-Bekämpfungskonzept des Ökologischen Rebschutzes, welches alle anderen Schadorganismen berücksichtigt. Die formulierten, antagonistisch wirksamen Bakterien sollen kostengünstig großtechnisch produziert werden und sich mindestens eine Vegetationsperiode lagern lassen. Im ersten Versuchsteil sollen 3 verfahrenstechn. Aspekte - die "Formulierung", die "großtechnische Produktion" und die "Lagerung" bakterieller Antagonisten - optimiert werden. Grundlage dieser Untersuchungen bilden die in einer Promotionsarbeit selektierten und getesteten Bakterienisolate. Im zweiten Versuchsteil sollen drei selektierte Bakterienisolate an zwei Standorten mit verschiedenen klimatischen Bedingungen u. unterschiedlichen Befallssituationen auf ökologisch bewirtschafteten Weinbergen angewendet werden. Hierbei soll das Verfahren in das "Öko-Standard"-Bekämpfungs- programm integriert werden. Nach der Mikrovinifikation und begleitender Most- und Weinanalytik sowie Sensorik soll abschließend die Optimierung zweier Bakterienisolate stattfinden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im vorliegenden Projekt wurde der Einsatz bakterieller Antagonisten als Kupferersatz zur Bekämpfung von Plasmopara viticola, dem Erreger des Falschen Mehltaus der Weinrebe, im ökologischen Weinbau optimiert. Mit Hilfe von Dual-Kultur-Tests wurden sechs bakterielle Antagonisten aus vorhandenen Antagonisten-Stammsammlungen selektiert (Testpilze: Pythium ultimum; Phytophthora infestans). Mittels Blattscheiben-Test im Labor konnte mit den ausgewählten Isolaten eine Befallsreduzierung auf unter 5 % Befallsstärke erzielt werden. Der Befall in der unbehandelten Kontrolle schwankte je nach Ansatz zwischen 19 % und 35 %. Unter Gewächshausbedingungen zeigte sich an Topfreben ebenfalls eine gute biologische Wirksamkeit gegen den Schadpilz. Die Kontrollpflanzen wiesen einen Befall zwischen 60 % und 77 % Befallsstärke auf, während die Blätter der Prüfglieder weniger als 5 % Befallsstärke zeigten. Zur Eliminierung des Kupferanteils wurden für die Freilandversuche drei hochwirksame Isolate ausgewählt und in die Bekämpfungsstrategie „Öko-Standard“ integriert. Die Isolate gehörten den Bakteriengattungen Pseudomonas spp. und Bacillus spp. an. Um die Wirksamkeit im Freiland zu steigern, wurden Formulierungshilfsstoffe ausgewählt, die den Bakterien kurz vor der Applikation zugesetzt wurden. Dabei fanden die Substanzen Xanthan gum, Trehalose und PHYTO-VITAL® Anwendung. Aufgrund des extremen Sommers im Jahr 2003 war der Peronospora-Befall im Weinberg so gering, dass keine aussagekräftigen Ergebnisse zum Einsatz unter Freilandbedingungen gemacht werden konnten. Studien zur Etablierung der Antagonisten auf dem Rebblatt haben gezeigt, dass die Blätter der bakterienbehandelten Versuchsglieder Bakteriendichten aufwiesen, die um etwa eine Zehnerpotenz höher lagen als die mit Kupfer behandelten Blätter. Um mögliche Gärbeeinflussungen zu erfassen, wurden die Moste im Kleinmaßstab (25-Liter Gärbehälter) vergoren. Bisher zeigten sich keine Abweichungen vom kupferhaltigen Versuchsglied „Öko-Standard“.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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