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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenernährung

Projekt:

Umsatz und Wirkung vegetabiler Düngemittel im ökologischen Gemüsebau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE169 15-05-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Universität Kassel, Fachgebiet Bodenbiologie und Pflanzenernährung, Nordbahnhofstraße 1a, 37213 Witzenhausen Ansprechpartner: Prof. Dr. Torsten Müller Telefon: 0711/459-2345 Email: tmuller@uni-hohenheim.de

Kooperationspartner:

Universität Kassel, Fachgebiet Ökologischer Land- und Pflanzenbau

Kurzportrait:

Es werden sechs verschiedene vegetabile Dünger (1. Rhizinusschrot, 2. Ackerbohnenschrot, 3. Weißes Lupinenschrot, 4. Gelbes Lupinenschrot, 5. Phytoperls, 6. Pilzsubstrat Bio Vegetal) ausgewählt, die zunächst hinsichtlich ihrer mikrobiellen Aktivität, der N-Mineralisation/Immobilisation sowie des Auf- und Abbaus der mikrobiellen Biomasse und der mikrobiellen Residualprodukte während des Umsatzes bei niedrigen und mittleren Temperaturen untersucht werden. In dem weiteren Untersuchungsprogramm soll durch einen sukzessiven Übergang von Laborversuchen über Gefäßversuche bis hin zu Feldversuchen die praktische Verwertbarkeit der Ergebnisse sicher gestellt werden. Das Messprogramm teilt sich auf in Boden- und Pflanzenuntersuchungen. Bei den Bodenuntersuchungen werden die Bodenatmung, der mineralische Stickstoff und die mikrobielle Biomasse ermittelt. Zu den Pflanzenuntersuchungen gehört die laufende Bonitur der Pflanzenentwicklung sowie die Messung der Trockenmasse- und N-Erträge in Spross und Wurzel.

Kurzfassung der Ergebnisse:

In diesem Projekt wurden folgende verschiedene vegetabile Düngemittel hinsichtlich ihrer N-Düngewirkung im ökologischen Gemüseanbau als Alternative zu organischen Düngemitteln tierischer Herkunft untersucht: (1) In Inkubationsversuchen bei 5 und 15°C Ackerbohnenschrot, Körnerschrote der Gelben und der Weißen Lupine, Bio-Vegetal, Phytoperls, Rizinusschrot als gebräuchlicher vegetabiler Importdünger und Hornmehl als Referenzdünger tierischer Herkunft; (2) in Gefäßversuchen Ackerbohnenschrot, Körnerschrot der Gelben Lupine, Phytoperls, Rizinusschrot und Hornmehl; (3) in Feldversuchen Ackerbohnenschrot, Körnerschrot der Gelben Lupine, Phytoperl und Rizinusschrot. Die untersuchten Kulturen im Gefäß- und Feldversuch waren Radieschen, Möhren und Weißkohl (nur Feldversuch). Bio-Vegetal ist wegen seines extrem niedrigen C/N-Verhältnisses und seiner sehr schnellen N-Mineralisation nicht als geeignetes organisches Düngemittel im Sinne der Richtlinien des ökologischen Landbaus einzustufen. Hornmehl erwies sich bei mittleren Temperaturen als Dünger mit höchster Wirksamkeit. Rizinusschrot wird in seiner N-Düngewirkung vom Körnerschrot der Gelbe Lupine nahezu erreicht, mit unter sogar übertroffen. Insbesondere im zeitigen Frühjahr mit seinen niedrigen Temperaturen ist die Düngewirkung des Körnerschrots der Gelben Lupine gleich wie oder sogar höher als die Düngewirkung verglichen zu anderen vegetabilen Düngemittel. Selbst im Vergleich zu Hornmehl ist bei niedrigen Temperaturen mit einer ähnliche Netto-N-Mineralisation zu rechnen. Ackerbohnenschrot und Phytoperls schnitten hinsichtlich der N-Düngewirkung schlechter ab als die Körnerschrote der Lupinen und als Rizinuschrot. Leicht umsetzbare vegetabile Düngemittel können den Humusumsatz im Boden vorübergehend deutlich erhöhen. Bei häufiger Anwendung dieser Dünger sollte der Humusgehalt am Standort deshalb regelmäßig in Bodenuntersuchungen mit einbezogen werden. Bis über 50% des Dünger-N können nach der Ernte als mineralischer N oder in leicht mineralisierbarer organischer Form auf dem Acker zurückbleiben. Dieser Dünger-N sollte durch eine Zweitkultur oder Zwischenfrucht genutzt werden. Anderenfalls besteht Auswaschungsgefahr, was ökologisch und ökonomisch bedenklich ist.

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