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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Regulierung von Phytoplasmosen im ökologischen Weinbau - Risikoanalyse und Lösungsansätze

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE115 01-05-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz im Weinbau, Brüningstraße 84, 54470 Bernkastel-Kues Ansprechpartner: Dr. Michael Maixner Telefon: 06531/9718-21 Email: michael.maixner@jki.bund.de

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist die Beschreibung der Befallssituation und des Infektionsrisikos durch Vergilbungskrankheiten der Rebe (Phytoplasmosen) in ökologisch bewirtschafteten Weinbergsflächen. Durch Erfassung und Quantifizierung der epidemiologisch wirksamen Parameter (alternative Wirts-pflanzen, Vektoren) sollen Ansatzpunkte zur Minderung des Infektionsdrucks unter den besonderen Bedingungen des ökologischen Weinbaus identifiziert und in Orientierungsversuchen im Freiland erprobt werden. Vergilbungskrankheiten stellen ein spezifisches Problem in den qualitativ besonders wertvollen Weinbergssteillagen dar. Sie werden durch Phytoplasmosen verursacht, die durch Zikaden von Weinbergsunkräutern – besonders von der Ackerwinde – auf Reben übertragen werden. Die In-fektion vermindert die Vitalität der Reben, deren minderwertige Trauben die Mostqualität beeinträch-tigen und im Wein Fehltöne verursachen. Eine Unterdrückung der Ackerwinde durch dauerhafte Bodenbegrünung ist in vielen Steillagen nicht zu realisieren. Im integrierten Weinbau ist zur Zeit die einzige Möglichkeit der Einsatz von Herbiziden gegen die Ackerwinde zur Regulation des Infektions-druckes durch Phytoplasmosen. Somit bestehen im ökologischen Weinbau zur Zeit keine effektiven Möglichkeiten zur Bekämpfung der Ackerwinde und damit zur Regulierung der Vergilbungskrank-heiten, da die überwiegend bodenlebenden Überträger nicht bekämpft werden können. Dieser Zustand soll mit Hilfe des Projektes überwunden werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die Schwarzholzkrankheit, eine Phytoplasmose, ist ein zunehmendes Problem besonders im Steillagenweinbau. Der Infektionsdruck wird bestimmt durch das Vorhandensein krautiger Wirtspflanzen sowohl der Phytoplasmen als auch der krankheitsübertragenden Zikade Hyalesthes obsoletus, deren Larven an den Wurzeln dieser Pflanzen leben. Art und Intensität der Bodenbewirtschaftung und -begrünung beeinflussen daher das Risiko durch die Schwarzholzkrankheit. Ziel der Untersuchung war es, Informationen über das Infektionsrisiko durch Phytoplasmosen in ökologisch bewirtschafteten Weinbergssteillagen zu erarbeiten und Ansätze für Regulationsstrategien zu entwickeln. Auf den ökologisch bewirtschafteten Rebflächen wurden neben Ackerwinde auch Brennnessel und Zaunwinde als alternative Wirtspflanzen des Pathogens identifiziert. In Hinblick auf den Infektionsdruck ergab die Risikoanalyse keine Unterschiede zwischen ökologisch und konventionell bewirtschafteten Anlagen. Sowohl die Dichte des Vektors als auch die Infektionshäufigkeit in den Vektorpopulationen waren vergleichbar. Dagegen wiesen die ökologisch bewirtschafteten Rebflächen geringere Häufigkeiten sichtbar kranker Reben auf. Die Unterdrückung der Ackerwinde in Reb- und Brachflächen durch Begrünung ist eine wichtige Maßnahme zur Senkung des Infektionsdrucks. Unter den xerothermen Bedingungen der Steillagen waren übliche Begrünungspflanzen wenig erfolgreich. Bessere Ergebnisse wurden mit Habichtskraut und Kräutermischungen erzielt. Während sich Grubbern nach der Eiablage nicht auf die Populationsdichte des Vektors auswirkte, wurden durch Aufpflügen des Bodens im Winter die Larven geschädigt und die Populationsdichte signifikant gesenkt. Der insektenpathogene Pilze Metarhizium anisopliae hatte in Laborversuchen eine signifikante Wirkung gegen H. obsoletus. Freilandergebnisse liegen nicht vor. Zur Information der Winzer wurde ein Informationsblatt über die Schwarzholzkrankheit erstellt (http://www.bba.de/veroeff/popwiss/schwarzholzrebe.pdf)

Links zu Projektergebnissen:

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