Zum Download

PDF-Symbol Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Pflanze (PDF-Dokument, 3.5 MB)

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.

Linktipps

Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
WWW-Symbol oekolandbau.de

Logo oekolandbau.de, zum Informationsportal im neuen Fenster

Forschung und Entwicklung

Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)?
Zur Projektsuche


Logo BLE, zum Internetauftritt der BLE im neuen Fenster

© 2014 BLE

Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Untersuchungen zum Einsatz alternativer Stoffe zur Regulierung des Apfelschorfes

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE109 01-05-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz im Obstbau, Schwabener Straße 101, 69221 Dossenheim Ansprechpartner: Dr. rer. nat. Andreas Kollar Telefon: 06221/8680540 Email: andreas.kollar@urz.uni-heidelberg.de

Kooperationspartner:

Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V.

Kurzportrait:

Im ökologischen Obstbau ist die Bekämpfung des Apfelschorfes die kosten- und zeitaufwendigste Pflanzenschutzmaßnahme. Kupferpräparate wirken innerhalb der für den ökologischen Anbau zugelassenen Mittel vergleichsweise gut, aber die Erfolge sind oft zu gering, um deutliche Ertragseinbußen zu verhindern. Zudem wird der Kupfereinsatz in naher Zukunft nur noch sehr restriktiv möglich sein. Alternative Mittel und Maßnahmen sollten nicht nur die Kupferwirkung erreichen, sondern eine Verbesserung der Wirkung darstellen. Eine solche Wirkung könnte durch eine Kombination von verschiedenen Strategien zur Bekämpfung des Apfelschorfes erreicht werden. Ziel des Projektes ist deshalb die Erarbeitung von Strategien zur Bekämpfung des Apfelschorfes im ökologischen Landbau. Hierbei sollen innovative Verfahren zur Förderung des Laubabbaus, pflanzliche Extrakte als potentielle Hemmstoffe der Sporenausschleuderung und aussichtsreiche Wirkstoffe aus Pflanzenextrakten für die direkte Bekämpfung des Erregers geprüft werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Falllaubzerstörende Maßnahmen im Sinne einer offensiven Bekämpfung des Apfelschorfes, Venturia inaequalis, führen zu einer Abtötung oder Schwächung pilzlicher Strukturen, die im Frühjahr für die epidemiologisch entscheidenden primären Infektionen verantwortlich sind. Die Projektidee war, durch die Verwendung mikrobiologischer Nährmedien und von Enzymen die natürlichen Mikroben zu fördern und einen zusätzlichen enzymatischen Blattabbau zu erreichen. Bei der Blattzersetzung und insbesondere beim Ascosporenpotential waren durch die applizierten Medien deutliche Effekte zu verzeichnen, wobei eine Korrelation zwischen Zersetzungsrad und vermindertem Ascosporenpotential die Ausnahme war. 19 Medien bewirkten eine überwiegend deutliche Reduktion des Ascosporenpotentials mit einer Verringerung von bis zu 93 %. Die zellwandabbauenden Enzyme hatten alleine eine deutliche und zusammen mit einigen Medien eine verbesserte Wirkung. Eine direkte Förderung der Askosporenausschleuderung war geringfügig durch einen Extrakt aus Saponaria officinalis und durch einen Rhamnus frangula-Rindenextrakt zu erzielen, während eine schwache Hemmung durch Citrus-Extrakt und eine starke Hemmung durch Kupfer, zuckerartige Stoffe und spezifische Inhibitoren vorlag. In Gewächshausversuchen zur direkten Schorfbekämpfung zeigten Extrakte aus Inula viscosa, Quillaja saponaria-Rinde, Citrus-species und S. officinalis eine deutliche Wirkung. ELOT-VIS, CHITOPLANT, COMCAT, LEBERMOOSER, SILIOPLANT und FZB 24 hatten bei den gewählten Zeitabständen zur Infektion keine ausreichende Wirkung. Kombinationen aus Quillaja-Saponin und Netzschwefel reduzierten den Schorfbefall sehr stark. In einem Versuch zur Regenstabilität wiesen der Citrus-Extrakt und das Quillaja-Saponin bereits bei einer simulierten Regenmenge von 5 mm Schwächen in der Wirkung auf. Kombinationen von Citrus-extrakt mit GREEMAX und BIOPLUSS als Haftmittel waren in ihrer Wirkung vergleichbar mit einer Mittelmenge Kupferoxychlorid entsprechend 400 g Reinkupfer je ha.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



Symbolerläuterung:

Bild: Symbol Projekt ist noch in Bearbeitung Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.

Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.