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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Versuche zum praxisgerechten Betrieb von Barrieresystemen zur Abwehr von Wühlmausschäden im ökologischen Obstbau

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE108/F 01-03-2004 bis 31-12-2006 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, 48161 Münster Ansprechpartner: Dr. Hans-Joachim Pelz Telefon: 0251/87106-40 Email: j.pelz@bba.de

Kooperationspartner:

Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V. Beratungsdienst Ökologischer Obstbau e.V.

Kurzportrait:

Auf Basis der erfolgversprechenden Ergebnisse des Vorgängerprojektes 02OE108 werden Methoden und Arbeitsabläufe zur zeit- und kostensparenden Installation von Migrationsbarrieren sowie zur Pflege der Einrichtungen unter den Bedingungen der obstbaulichen Praxis getestet. Das wissenschaftliche Interesse richtet sich v.a. auf die Effizienzsteigerung der Migrationsbarrieren. Dazu werden zwei Ansätze verfolgt: a) Der Schutz bereits bestehender Obstanlagen sowie b) Methoden zur Wühlmausbekämpfung und -abwehr auf Flächen mit neu anzupflanzenden Obstanlagen. Es soll untersucht werden, ob Migrationsbarrieren nur in Kombination mit Fangstationen wirksam sind oder ob bereits durch eine entsprechende Anlage der Migrationbarrieren, z.B. durch die Verankerungstiefe der Barriere im Erdreich, ein ausreichender Schutz besteht. In diesem Zusammenhang wird analysiert, welchen Einfluss die Vegetationsdichte auf die räumlich-zeitliche Aktivität von Wühlmäusen und somit auf die Schutzwirkung der Barriere hat. Möglichkeiten zur Verstärkung des Einflusses von Wühlmaus-Prädatoren im Bereich der Migrationsbarriere sollen ebenso getestet werden wie Wege zur effizienten Beseitigung unterirdischer Gangsysteme, die als Zuwanderungswege in die barrieregeschützten Flächen fungieren können. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Grabaktivitäten des Maulwurfs. Einzelne Wühlmäuse innerhalb der barrieregeschützten Flächen sind mit den aktuellen Methoden nur mit großem Aufwand zu finden und zu bekämpfen. Deshalb sind Versuche zur Konzentration solcher Tiere an futtergünstigen Stellen zum Aufspüren nicht sichtbarer, besetzter Gangsysteme und Untersuchungen zum Einsatz verschiedener Wühlmaus-Fallentypen geplant. Schließlich werden betriebswirtschaftliche Daten erhoben, um die im Projekt verfolgten Ansätze zur Schadensabwehr mit gängigen Bekämpfungsmethoden vergleichen zu können. Neben dem Einsatz von Migrationsbarrieren im ökologischen Obstbau ist deren Einsatz auch in anderen betroffenen Bereichen des ökologischen Landbaus (z. B. Baumschulen, Gemüsebau) denkbar. In Kooperation mit den Pflanzenschutzdiensten der Länder und Beratungsorganisationen des ökologischen Landbaus sollen die Projekterkenntnisse in der obstbaulichen Praxis sowie in anderen Bereichen bekannt gemacht und verbreitet werden. Mittels verständlicher Anleitungen sollen Praxisbetriebe in die Lage versetzt werden, Migrationsbarrieren selbst zu errichten und zu unterhalten.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im Ökologischen Obstbau verursachen Schermäuse (Arvicola terrestris) und Feldmäuse (Microtus arvalis) erhebliche Schäden durch das Benagen der Rinde und Wurzeln von Obstbäumen. Um die Zuwanderung dieser Schaderreger in sensible Kulturen dauerhaft zu verhindern, können Migrationsbarrieren eingesetzt werden. Migrationsbarrieren sind niedrige Zäune aus engmaschigem Drahtgitter, das 50 cm tief in die Erde eingegraben wird und das 40 cm über den Boden hinausragt. Die Oberkante der Migrationsbarriere wird rechtwinklig nach außen umgebogen, um ein Überklettern durch Scher- und Feldmäuse zu verhindern. In den Zufahrtsbereichen wird das Drahtgitter oberirdisch durch flexible Polyolefin-Folie ersetzt. Zwischen März 2004 und Dezember 2006 wurde ein zeitsparendes und kostengünstiges Verfahren zur Installation und zum Betrieb von Migrationsbarrieren in der obstbaulichen Praxis entwickelt und in Obstanlagen an vier verschiedenen Standorten erfolgreich erprobt. In drei Obstanlagen zeigten die Migrationsbarrieren eine gute Wirkung gegen die Zuwanderung von Scher- und Feldmäusen. In einer Anlage wurden die Migrationsbarrieren dagegen mehrfach von Maulwürfen (Talpa europaea) untergraben. Diese Anlage unterschied sich durch ihre Bodenbeschaffenheit, ihr Standalter und das Vorhandensein umfangreicher, bewohnter Gangsysteme, von den anderen Anlagen. Versuche, die Gangsysteme durch wiederholtes Fräsen und Festwalzen des Bodens entlang der Migrationsbarrieren zu beseitigen, zeigten keinen anhaltenden Erfolg. In Labor- und Gehegeversuchen konnte aber gezeigt werden, dass das Untergraben von Migrationsbarrieren durch ein Abwinkeln des Barrierematerials im Boden verhindert werden kann.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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