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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenzüchtung
Projekt:
Nutzung der Widerstandsfähigkeit von Apfel- und Birnensorten im Streuobstbau gegenüber dem Feuerbrand (Erwinia amylovora)
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE092 | 01-07-2002 bis 31-12-2003 |
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Ausführende Stelle:
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Institut für Biologischen Pflanzenschutz
Heinrichstraße 243
64287 Darmstadt
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Zeller
Telefon: 06151/407-242
Email: W.Zeller@bba.de
Kurzportrait:
Ziel des Projektes ist das Auffinden feuerbrandresistenter und marktfähiger Apfel- und Birnensorten für den landschaftsprägenden Streuobstbau. Der Streuobstbau wird seit einigen Jahren von der bedeutend-sten Bakteriose des Kernobstes, dem Feuerbrand, in ihrer Existenz gefährdet. Da das einzig wirk-same Präparat gegen den Feuerbrand, das Antibiotikum Streptomycin, im ökologischen Landbau grundsätzlich nicht eingesetzt werden darf, ist der Feuerbrand hier von besonderer Bedeutung. Als eine Möglichkeit soll zur Abwehr der Krankheit die Identifizierung und der Anbau feuerbrand-resisten-ter Apfel- und Birnensorten geprüft werden. Dabei soll die Testung von Sorten des Streuobstbaus im Vordergrund stehen, da in dieser Hinsicht noch keine Ergebnisse vorliegen. Weiterhin sollen nach Absprache mit der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ), Institut für Obstzüchtung, die Standardsorten Reanda, Remo, Rewena und Enterprise eingesetzt werden, die alle eine hohe Feuerbrandresistenz aufweisen. Durch den Anbau von resistenten Sorten könnte das Infektionspotential insgesamt abgesenkt werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Ausgewählte Apfel- und Birnensorten des Streuobstanbaus wurden während der Jahre 2002 und 2003 auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Feuerbrand überprüft. Künstlich inokulierte Birnenbäu-me der Sorten Gelbmöstler, Grünmöstler, Oberösterreicher, Schweizer Wasserbirne und Wilde Eierbirne reagierten während der Jahre 2002 und 2003 hoch anfällig. Die Sorte Karcherbirne zeigte in bei-den Jahren mittleren Befall, während sich die Sorte Metzer Bratbirne mit 2 Befallsstellen pro Baum als gering anfällig erwies. Die Birnensorten Oberösterreicher und Gelbmöstler zeigten sich unter na-tür-lichen Befallsbedingungen anfällig, wobei Oberösterreicher in beiden Jahren stärker befallen wurde als Gelbmöstler. Die Sorte Schweizer Wasserbirne, die sich nach künstlicher Inokulation hochanfällig zeigte, wies unter natürlichen Bedingungen keinen oder nur schwachen Befall auf. Untersuchungen zur Resistenz von Apfelsorten unter den Bedingungen der künstlichen Triebinfektion ergaben für die Sorten Brettacher, Hauxapfel, Pilot und Rote Schafsnase eine hohe Anfälligkeit, während die Sorten Bohnapafel, Brauner Matapfel und Schöner aus Wiltshire nur geringen Befall zeigten. Die Sorte Zabergäu zeigte eine mittlere Anfälligkeit. Unter natürlichen Bedingungen konnte in 2002 und 2003 an den Apfelsorten Brettacher, Jakob Fischer und Pilot schwacher Befall festgestellt werden. 2003 zeigte außerdem die Sorte Berlepsch mittleren Feuerbrandbefall. Die Sorten Bohnapfel und Zabergäu blieben unter natürlichen Bedingungen befallsfrei. In den bisherigen Untersuchungen blieben Streuobstsorten, die unter den Bedingungen der künstlichen Inokulation nur schwachen Befall zeigten auch unter natürlichen Bedingungen symptomfrei.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



