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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenschutz

Projekt:

Pflanzengesundheitliche Bewertung der besonderen Risiken für den ökologischen Landbau durch die Einschleppung und Verbreitung von gebietsfremden Schadorganismen

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE083 01-09-2002 bis 31-12-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Abteilung für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow Ansprechpartner: Dr. Petra Müller Telefon: 033203/48377 Email: p.mueller@bba.de

Kurzportrait:

Die Gefährdung des ökologischen Landbaus durch die Einschleppung bisher unbekannter, gebietsfremder neuer Schadorganismen soll auf der Basis der aktuellen internationalen Standards zur Risikobewertung untersucht werden. Ziel ist es, Empfehlungen für verbesserte Schutzmaßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen ökologischen Landbaus zu erarbeiten. Bewertet werden die bereits geregelten Quarantäneschadorganismen von Pflanzen hinsichtlich ihres Gefährdungspotentials für den ökologischen Landbau in Deutschland sowie die Wirksamkeit u. Angemessenheit der bestehenden Regelungen und Maßnahmen. Auch gebietsfremde Schadorganismenarten von Pflanzen, die derzeit keinen Regelungen unterliegen, werden ausdrücklich in die Analyse einbezogen, indem die Einschleppungswege anhand der internationalen Handelswege identifiziert und die Gefährdungspotenziale der Organismen bewertet werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen tragen wesentlich zur Sicherung der Produktion im ökologischen Landbau bei, in dem nach dem Vorsorgeprinzip phytosanitäre Risiken minimiert bzw. ausgeschlossen werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Der Ökologische Landbau ist aufgrund seiner Produktionsweise stärker als der konventionelle Pflanzenanbau durch die Einschleppung gebietsfremder Arten gefährdet. Die aktuellen Regelungen und Anforderungen zum Schutz des Kulturpflanzenanbaus können kein vergleichbares Schutzniveau für den ökologischen Landbau bewirken, weil diese häufig auf Bekämpfungsmaßnahmen basieren, die im biologischen Anbau nicht angewendet werden können. Vor diesem Hintergrund wurden die derzeit in der EU-Richtlinie 2000/29/EG rund 300 gelisteten Quarantäneschadorganismen bezüglich der von ihnen ausgehenden potentiellen Bedrohung für den ökologischen Landbau geprüft. Dabei zeigten 29 der gelisteten Arten ein besonders hohes Risikopotential für eine Ansiedlung und Schädigung in biologisch wirtschaftenden Betrieben. Darüber hinaus wurden relevante Schadorganismen, die keinen Regelungen unterliegen, dahingehend untersucht, ob sie ein vergleichsweise größeres Risiko für den ökologischen Landbau darstellen. Der weitgehende Verzicht auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und das Fehlen von natürlichen Antagonisten für die eingeschleppten Organismen, die eine Selbstregulierung ermöglichen würden, führt für den ökologischen Landbau auch hier zu einer stärkeren Bedrohung durch gebietsfremde Schadorganismen. Zudem wurden die aktuellen Risikobewertungsstandards dahingehend überprüft, ob sie für die besonderen Anforderungen des ökologischen Landbaus geeignet sind, und Vorschläge zu sinnvollen Anpassungen an diese Bedürfnisse erarbeitet, da sich eine ökonomische Benachteiligung des Ökolandbaus deutlich abzeichnete. Weiterhin wurden Vektoren identifiziert, die nicht in den Quarantäneregelungen gelistet sind, aber geregelte Pathogene übertragen, die wiederum ein großes Risiko für den ökologischen Landbau darstellen. Um das gegenwärtige Schutzniveau dieser alternativen Anbauform zu sichern oder zu verbessern, leistet dieses Projekt einen ersten Beitrag, dessen Inhalte durch weitere Forschungsarbeiten vertiefend bearbeitet werden müssen, um abschließende Entscheidungen treffen zu können.

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