Zum Download
Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Pflanze (PDF-Dokument, 3.5 MB)
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.
Linktipps
Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
oekolandbau.de
Die gemeinsame Website der Bundesregierung zum Jubiläum Freiheit und Einheit.
freiheit-und-einheit.de
Forschung und Entwicklung
Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL)?
Newsletter
Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Pflanze - Pflanzenschutz
Projekt:
Regulierung der Kraut- und Knollenfäule im ökologischen Kartoffelanbau durch Verwendung resistenter Sorten und Unterblattspritzungen mit reduzierter Kupfer-Aufwandmenge
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 02OE077 | 15-05-2002 bis 31-12-2003 |
|
Ausführende Stelle:
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
Ansprechpartner: Dr. Stefan Wohlleben
Telefon: 0531/299-4530
Email: S.Wohlleben@bba.de
Kurzportrait:
Ziel des Projektes ist Regulierung der Kraut- und Knollenfäule im ökologischen Kartoffelanbau durch die Verwendung resistenter Sorten und Unterblattspritzungen mit reduzierter Kupfer-Aufwandmenge. Als Kontrolle sollen drei verschieden resistente Sorten bei Phytophthora-Befall mit der im ökologischen Landbau üblichen Kupfer-Spritzmenge und -technik behandelt werden. Neben dieser Aufwandmenge soll eine reduzierte Aufwandmenge mit einer Unterblattspritzung erfolgen. Dazu sollen die beiden reduzierten Konzentrationsstufen 70% und 50% gewählt werden. Gespritzt wird nur nach Empfehlung des Warndienstes oder nach Bonitierung des Befalls. In der vegetationsfreien Zeit soll die Wirkung von Pilzextrakten zur alternativen Bekämpfung von Phythophthora infestans auf Petrischalen und an künstlich infizierten Gewächshauspflanzen getestet werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Auf der Versuchsfläche Ahlum der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft Braunschweig wurde in einem zweijährigen Feldversuch die Möglichkeit der Befallsreduktion von Phytophthora infestans durch den Anbau von Kartoffelsorten mit unterschiedlicher Anfälligkeit sowie durch differenzierte Kupferanwendungen mit Unterblattspritztechnik im ökologischen Kartoffelanbau untersucht. Dabei zeigten sich im Befallsjahr 2002 in den Kontrollvarianten zwischen den Sorten Secura, Grata und Bettina Anfälligkeitsunterschiede, die in Übereinstimmung mit den Angaben der Beschreibenden Sortenliste stehen. Die unterschiedliche Anfälligkeit der Sorten spiegelte sich nicht in den Ertragsleistungen der unbehandelten Varianten wider. In beiden Versuchsjahren zeigten die verfügbaren Prognosesysteme (Negativ-Prognose und SIMPHYT) eine zu frühe Erstbehandlung der Kartoffeln an. Daher waren nicht alle Cu-Anwendungen relevant für die Befallsentwicklung. Der Vergleich der Standardvariante (Injektordüsen) mit der Unterblattspritztechnik zeigte in 2002 keine Befallsunterschiede. Auch die reduzierten Varianten mit effektiv wirksamen Kupfermengen von 2,6 kg/ha, 1,6 kg/ha und 1 kg/ha wiesen keine Befallsunterschiede auf. Im Versuchsjahr 2003 trat die Krautfäule nicht auf, wodurch die Ergebnisse des ersten Versuchsjahres nicht bestätigt werden konnten. In Übereinstimmung mit Berichten aus der Praxis des ökologischen Landbaus trat keine Braunfäule an den geernteten Knollen auf. An Hand von Gewächshausversuchen konnte gezeigt werden, dass durch die Anwendung von unterschiedlichen Kupferformulierungen und reduzierten Kupfermengen die Kupferaufwandmenge zur Krautfäulebekämpfung reduziert werden kann. Kulturmedien (TSB) der Bakterienart Xenorhabdus bovienii Stamm 4766 wiesen bei vorbeugender Anwendung (24 h vor der Inokulation mit Phytophthora infestans) im Gewächshaus eine deutliche Befallsreduktion auf, die auch bei Anwendung nach 30tägiger Lagerung und Verdünnung des Versuchsmittels auf 25 % nachweisbar waren. Demgegenüber war bei Anwendung der Kulturmedien von Nigrospora sphaerica keine Befallsreduktion nachweisbar. Es konnte gezeigt werden, dass die befallsreduzierende Wirkung von Xenorhabdus bovienii auch auf der Hemmung des Keimschlauchwachstums von Phytophthora infestans beruht, die mit zunehmender Verdünnung abnimmt.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



