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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Pflanze - Pflanzenbau

Projekt:

Strategien zur Regulierung von Wurzelunkräutern im ökologischen Landbau - Derzeitiger Kenntnisstand und Ermittlung des Forschungsbedarfs: Situationsanalyse und Überprüfung von Ansätzen zur Regulierung der Ampfer-Arten

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE055/1 01-05-2002 bis 29-02-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für ökologischen Landbau, Trenthorst 32, 23847 Westerau Ansprechpartner: Dr. Herwart Böhm Telefon: 04539/8880-313 Email: herwart.boehm@vti.bund.de

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von Umfrageergebnissen, Literaturauswertung, Expertenwissen und der praktischen Evaluierung vorhandener Regulierungsstrategien Handlungsempfehlungen für Ampfer-Arten mit hohem Praxisbezug abzuleiten. Diese werden den Landwirten und Beratern in Form von Merkblättern zur Verfügung gestellt. In den Feldversuchen sollen vor allem Strategien für die Grünlandbewirtschaftung im Vordergrund stehen. Auf den ökologisch bewirtschafteten Grünlandflächen des Versuchsbetriebes Trenthorst werden Versuchsanlagen etabliert, die sowohl direkte (z.B. manuelles Wurzelstechen, Abflammen jeweils mit und ohne Nachsaat) als auch indirekte Maßnahmen zur Ampferregulierung (z.B. Fragen des Weidemanagements und der Beweidungssysteme) umfassen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Zielsetzung des Projektes war die Analyse der Ist-Situation auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben hinsichtlich des Ampferbesatzes und der Regulierungsstrategien sowie die Ermittlung des Forschungsbedarfes mit einhergehender Evaluierung bestehender Regulierungsstrategien sowie der Überprüfung neuer Regulierungsansätze. Die Umfrage unter 156 Öko-Landwirten zeigt, dass 80 % der Betriebe Probleme mit Ampfer haben. Durchschnittlich hat jeder Betrieb auf einem Fünftel seiner als Grünland genutzten Fläche Probleme mit Ampfer. Direkte Regulierungsmaßnahmen werden aus Arbeits- und Kostengründen kaum angewendet. Kenntnisse über vorbeugende Maßnahmen wie z.B. Beweidungsmanagement liegen unzureichend vor. In eigenen Versuche wurden diese Fragestellungen deshalb aufgegriffen. Direkte Maßnahmen zur Ampferregulierung wurden in Parzellenversuchen (Standort: Trenthorst, Blockanlage; n=3, Jahr: 2002, 2003) mit den Varianten manuelles Ausstechen, maschinelles Ausstechen mittels der selbstfahrenden Wurzelstechmaschine „WUZI“, Abflammen und Kontrolle geprüft. Durch manuelles Ausstechen konnte der Ampferbesatz im Jahr 2002 um 75%, durch maschinelles Ausstechen (WUZI) um 57%, durch Abflammen jedoch nur um 4% reduziert werden. Die bisherigen Kenntnisse zu indirekten Bekämpfungsmaßnahmen (Weidemanagement, Nutzungszeitpunkte) sind nicht ausreichend. Entsprechend wurde hierzu Forschungsbedarf von den Experten formuliert , wobei die Optimierung des Weidemanagements und der Beweidungssysteme im Vordergrund stehen. Lösungsansätze zeigen eigene Versuche (Standort: Trenthorst, Versuchsflächen 1 – 1,5 ha; n=2; Jahre 2002, 2003) mit unterschiedlichen Tierarten, wobei bei Rindern zusätzlich Portions- und Umtriebsweide verglichen wurden. Eine Beweidung mit kleinen Wiederkäuern reduziert den Ampferbesatz deutlich. Nach zweijähriger Schafbeweidung ging der Ampferbesatz um 42 % zurück, während die zweijährige Beweidung mit Ziegen sogar eine Abnahme um 71% bewirkte. Auf den mit Rindern beweideten Flächen nahm der Ampferbesatz auf 148 % (Portionsweide) bzw. 114 % (Umtriebsweide) des Ausgangsbesatzes zu. Die bisherigen Ergebnisse, insbesondere durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen lassen positive Ansätze für eine Optimierung des Beweidungsmanagement im Hinblick auf die Ampferregulierung erwarten. Zu untersuchen bleiben vor allem die Auswirkungen von Mischbeweidungen sowie Beweidungssystemen mit Vorbeweidung durch kleine Wiederkäuer auf den Ampferbesatz.

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Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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