Name der Seite: Ökonomie
URL: http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de//index.php?id=188
Autor: Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Stand: 10.09.2010
Minderung von Umstellungshindernissen für nachhaltige Angebotsanpassungen bei Bio-Gemüse: Neue Kooperationsformen zur verbesserten Abstimmung von Leistungen und Anforderungen in Lieferketten
FKZ: |
Laufzeit: |
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| 08OE137 | 15-12-2008 bis 31-12-2011 |
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Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus, Luisenstraße 56, 10099 Berlin Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Bokelmann Telefon: 030/2093-6136 Email: w.bokelmann@agrar.hu-berlin.de
Die Nachfrage nach ökologisch produziertem Frischgemüse im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die damit verbundene Angebotsausweitung erfolgte hauptsächlich durch Importe; die deutsche Bio-Frischgemüse-Produktion ist hinter dieser Angebotsausweitung deutlich zurückgeblieben. Seitens des Verbrauchers und des LEHs wird diese Situation zunehmend hinterfragt. Lange Transportwege aber auch eine mögliche lückenhafte Qualitätskontrolle und -sicherheit werden immer skeptischer beurteilt und stellen die bisherigen internationalen Beschaffungsaktivitäten zunehmend in Frage. Dennoch ist eine Ausweitung der nationalen Gemüseproduktion nicht zu erkennen. Dafür werden verschiedene Gründe angeführt: - Ökologisch wirtschaftende Gemüsebaubetriebe und traditionelle Öko-Vermarktungsstrukturen sind im Frischebereich in der Regel hinsichtlich Größe und Ausstattung mit den Anforderungen des LEH nicht kompatibel (Partiengröße, Qualitätsstandards, Logistik). - Für konventionell wirtschaftende, größer strukturierte Gemüsebaubetriebe stellen sich die umstellungsbedingten Produktions- und Marktrisiken als so groß heraus. Probleme und wirtschaftliche Unsicherheiten lassen sich dabei häufig nicht auf betrieblicher Ebene lösen. - Die bisher den LEH versorgenden konventionellen Handelsmittler - Großhändler und Erzeugerorganisationen haben Schwierigkeiten, ein den Beschaffungsansprüchen des LEH angepasstes Bio-Frischgemüse-Sortiment anzubieten. Um diese Situation zu verbessern, d.h. die Voraussetzungen für eine dauerhafte Ausweitung der einheimischen Bio-Gemüse-Produktion zu schaffen, müssen bestehende Unsicherheiten verringert, Risiken eingegrenzt bzw. umverteilt, Anreize zur Umstellung leistungsfähiger Produzenten geschaffen und Möglichkeiten und Grenzen auf Erzeuger- und Abnehmerseite aufgezeigt werden. Dazu bedarf es sowohl seitens des LEH und der Lieferanten verschiedener Lern- und Anpassungsprozesse mit dem Ziel, Angebotsleistung und Nachfrageansprüche anzugleichen. Dabei gilt es, effizient abgestimmte Prozesse entlang der Wertschöpfungskette und kooperative Lösungen für die Minderung des Absatzrisikos - insbesondere von Umstellungsware – zu entwickeln. Daher sollen im Rahmen dieses Projekt die dazu notwendigen Kommunikationsstrukturen geschaffen und an drei Fallbeispielen, in diesem Fall in drei Regionen und Erzeugerorganisationen, mit Hilfe einer wissenschaftlicher Begleitung beispielhaft erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen in Form eines Leitfadens zusammengefasst und so der Praxis zur Verfügung gestellt werden.
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.