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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Vermarktung

Projekt:

Synergie oder Profilverlust? Potentiale und Probleme einer gemeinsamen Regionalvermarktung ökologischer und konventioneller Produkte

FKZ:

Laufzeit:

 
08OE153 01-10-2009 bis 28-02-2011 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Institut für ländliche Strukturforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Zeppelinallee 31, 60325 Frankfurt am Main Ansprechpartner: Dipl.Ing.agr. Armin Kullmann Telefon: 069/ 97785780 Email: kullmann@ifls.de

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist die Analyse von Vor- und Nachteilen, Chancen und Risiken für Erzeugerbetriebe und den Naturkostfachhandel bei der Vermarktung ökologischer Produkte von regionalen Vermarktungsinitiativen, von welchen ökologische und konventionelle Produkte gemeinsam vermarktet werden. Weitere Zielstellungen: Größere Klarheit bezüglich der Bedeutung von ökologisch und nicht-öko-zertifizierten Produkten in regionalen Vermarktungsprojekten in Deutschland; Besseres Verständnis der unterschiedlichen Denk-, Handlungs- und Organisationsmuster von Öko-Markt und Regionalbewegung; Organisation eines Diskussionsprozess zwischen Öko-Akteuren und Regionalinitiativen zur Identifikation von ungenutzten Synergiepotentialen und Entwicklung neuer Strategien. 1. Analyse der regionalen Vermarktungsinitiativen in Deutschland bzgl. der Beteiligung ölkologischer Betriebe, 2. Schriftliche Befragung der beteiligten Öko-Betriebe von mind. 5 größeren reg. Vermarktungsinitiativen bezgl. deren Nutzen; 3. Analyse der Angebote regionaler Öko-Produkte der 13 *Die Regionalen* Naturkosthändler sowie der Regionalinitiativen in deren Vertriebsgebiet; 4. Befragung von 2 Praxis-Partnern des Naturkostgrohandels sowie von Naturkosteinzelhändlern und Öko-Betrieben zur Akzeptanz von Öko-Produkten mit Regionalmarken 5. Zwei Workshops mit Akteuren des Öko-Marktes und der Regionalbewegung bzgl. Potentialen, Problemen und Strategien. Die Schnittstellen zwischen Öko-Markt und Regionalbewegung auf größere Synergien zu prüfen liegt im Interesse beider Akteurkreise. Die 13 *Die Regionalen* Naturkostgroßhändler haben deshalb zu diesem Projekt ihre Unterstützung erklärt. Die beiden Praxispartner (Naturkostgroßhandel Boden, Überlingen und Grell, Kaltenkirchen) streben konkret an, ihr Angebot an regionalen Produkten erhöhen. Auf insgesamt 5 Workshops werden Hypothesen erarbeitet, Zwischen- und Endergebnisse diskutiert, diese auf verschiedene Veranstaltungen präsentiert sowie publiziert.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Das Projekt SynPro hatte zum Ziel, bestehende und potenzielle Synergien zwischen Bio-Markt und regionalen Vermarktungsinitiativen zu untersuchen. Beide Bereiche des nachhaltig orientierten Lebensmittel-Marketings haben sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch, jedoch eher getrennt entwickelt und folgen unterschiedlichen Logiken. Mindestens 150 in diesem Projekt identifizierte Regionalinitiativen in Deutschland vermarkten Bio-Produkte. Rund 50 dieser Initiativen umfassen nur ökologische Erzeuger und Unternehmen. Diese vermarkten im Durchschnitt deutlich häufiger in den Naturkosthandel sowie an andere, klassische Akteure des Bio-Marktes. Rund 100 dieser Initiativen vermarkten Bio-Produkte gemeinsam mit konventionellen Produkten, meist unter Regionalmarken. Deren Vermarktung erfolgt häufiger über den konventionellen Lebensmittelhandel. Rund 30% dieser Regionalinitiativen vermarkten jedoch ebenfalls in den Naturkostfachhandel und Bio-Markt. Ein zentrales Ziel des Projektes war es, herauszufinden, ob die Verwendung „gemeinsamer“ Regionalmarken für ökologische Produkte im Naturkosthandel eine attraktive Marketingstrategie darstellt oder ob dies einen Profilverlust für den Naturkosthandel bedeuten würde. In einer Befragung dazu fanden sich unter den Bio-Erzeugern sowohl solche, die eine gemeinsame Regionalvermarktung eher kritisch bis sehr kritisch sehen, und sich dennoch beteiligen, als auch solche, die regionale Aktivitäten, Netzwerke und Initiativen begrüßen, und sich daran beteiligen, auch um die zusätzlichen Absatzmöglichkeiten zu nutzen. In den Schlussfolgerungen des Berichtes werden u.a. eine „Charta der regionalen Bio-Vermarktung“ von Bio-Markt und Regionalbewegung, eine regelmäßige Statistik bezüglich regionaler Vermarktungsinitiativen sowie die Auflage eines Bundesprogramms Regionalbewegung mit einem Schwerpunkt zur Regionalvermarktung empfohlen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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