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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Vermarktung

Projekt:

Fairness entlang der Wertschöpfungskette - Möglichkeiten der Profilierung am Biomarkt und der Verbraucheransprache mittels regionalem Mehrwert

FKZ:

Laufzeit:

 
08OE105 15-12-2008 bis 15-07-2010 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Technische Universität Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG), Hardenbergstraße 36 A, 10623 Berlin Ansprechpartner: Prof. Dr. Martina Schäfer Telefon: 030/31426854 Email: schaefer@ztg.tu-berlin.de

Kurzportrait:

Mit dem Projekt soll eine Systematisierung der vorliegenden Erfahrungen von Initiativen und Verbänden vorgenommen werden, die sich mit der Selbstverpflichtung auf zusätzliche Kriterien der Prozessqualität (sozial, regional) am Biomarkt profilieren wollen. Die Systematisierung der Erfolgsfaktoren dient dazu, bestehenden und in Gründung befindlichen Initiativen Handlungsempfehlungen für eine Optimierung ihrer Organisationsform, der Kontrollstrukturen und der Verbraucheransprache zu unterbreiten und übertragbare Handlungsanleitungen auch für die ökologischen Anbauverbände zu formulieren. Dabei ist vorgesehen, a) ein Set von Kern-Kriterien (ökonomisch, ökologisch und sozial) für den Produktionsprozess entlang regionaler Wertschöpfungsketten zu erarbeiten,b) Vorschläge für die Absicherung der höheren Prozessqualität durch adäquate regionale Organisationsformen und Kontrollstrukturen zu unterbreiten,c) herauszuarbeiten, ob aus Sicht der Beteiligten durch die Bereitstellung einer solidarischen Handelsstruktur eine Steigerung der Prozessqualität im Sinne stärkerer Verlässlichkeit, transparenterer Produktqualität, höherer Versorgungssicherheit etc. erzielt werden kann undd) zu überprüfen, unter welchen Ausgangsbedingungen und mit welchen Mitteln „regionale Fairness“ als added value erfolgreich vermarktet werden kann. Nach einer theoretischen Sondierung und einer Recherche der existierenden regionalen Initiativen, werden sechs Fallbeispiele mit qualitativen Leitfadengestützten Interviews und teilnehmender Beobachtung intensiver untersucht. Aus den vorliegenden Erfahrungen werden Erfolgsfaktoren abgeleitet und den Initiativen Empfehlungen für eine Optimierung ihrer Vorgehensweise übermittelt. Die Ergebnisse werden auf zahlreichen Workshops an verschiedene Akteure aus der Praxis (regionale Initiativen, Anbauverbände, regionale Organisationen) weitergegeben und in Form von zwei Handreichungen für Regionalinitiativen und die Anbauverbände gebündelt. Dieses Projekt ist Teil des Vorhabens 08OE105, 08OE132 und 08OE213.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Im Rahmen des Projekts wurde die Erfahrung von Initiativen systematisiert, die sich derzeit in Deutschland mit sozialen Standards profilieren wollen, die über die derzeitigen Richtlinien der ökologischen Anbauverbände hinausgehen. Näher untersucht wurden sieben Initiativen; davon drei, die von Verbänden ausgehen (Naturland, Biokreis, Demeter) und vier, die von Unternehmensnetzwerken gegründet wurden (BioFairVerein, fair&regional Bio Berlin-Brandenburg, RegioFair Zentralschweiz, Regionalwert AG). Die Initiativen wurden zu ihren Erfahrungen mit den gewählten Organisationsstrukturen, den formulierten Standards, den eingesetzten Kontrollverfahren und der gewählten Verbraucheransprache befragt und Erfolgsfaktoren für diese Themenfelder formuliert. Weiterhin wurden die Erfahrungen mit dem Marktauftritt von zwei Initiativen ausgewertet. Die Erkenntnisse wurden abschließend in Form einer Handreichung gebündelt. Bei den ‚Bio-Fair‘-Initiativen handelt es sich bisher durchgehend um kleine Organisationen (unter 30 Mitglieder), die über ein schmales Produktsortiment verfügen und noch dabei sind, sich im Handel zu etablieren. Die Erfahrungen der Testmärkte zeigen, dass „Bio-Fair-Produkte“ keine Selbstläufer sind, sondern dass der damit verbundene Mehrwert gut kommuniziert werden muss. Bei den Bio-Fachhändler(inne)n und den Kund(inn)en besteht jedoch große Offenheit für das Thema. Für die Mitgliedsbetriebe der Initiativen ergibt sich neben dem unmittelbaren Markterfolg Nutzen in anderen Bereichen, wie dem Aufbau verlässlicher Handelsbeziehungen, einer gemeinsamen Qualitätssicherung und der Stärkung regionaler Strukturen. Einige Verarbeitungsbetriebe nutzen dieses Thema außerdem bereits erfolgreich, um ihr Image als Vorreiter zu stärken. Auch die formulierten Standards zu interner und externer Fairness sowie die Kontrollinstrumente werden derzeit noch erprobt. Insgesamt befindet sich die Ausdifferenzierung des Bio-Markts durch die zunehmende Gründung von 'Bio-Fair'-Initiativen und der Beschäftigung von Verbänden mit diesem Thema in einer dynamischen Phase. Die Entwicklungen der nächsten Jahre werden zeigen, ob die Verbraucher(innen) sich von dem Mehrwert der Produkte angesprochen fühlen und sich ein Teil der Initiativen dauerhaft am Markt etablieren kann.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

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