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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Risikomanagement

Projekt:

Datenbanktechnische Voraussetzungen zur Schaffung eines Rückverfolgbarkeitssystems - Analyse des Status quo und Etablierung einer gemeinsamen Plattform

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE457 15-04-2004 bis 30-06-2009 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FIBL), Kasseler Str. 1a, 60486 Frankfurt am Main Ansprechpartner: Hr. Rolf Mäder Telefon: 069/7137699-0 Email: rolf.maeder@fibl.de

Kurzportrait:

Ziel der im Rahmen dieses Vorhabens durchzuführenden Status-quo-Analyse ist es, die Bedürfnisse der Nutzer eines zentralen Rückverfolgbarkeitssystems darzustellen, vorhandene Systeme zu evaluieren sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für den Aufbau und die Etablierung eines zentralen Rückverfolgbarkeitssystems für die Biobranche zu formulieren. In einem ersten Schritt wurde recherchiert, welche Rückverfolgbarkeitssysteme bereits vorhanden bzw. geplant sind und was diese Systeme leisten. Neben Systemen des Ökobereichs wurden auch bestehende Systeme aus dem konventionellen Sektor geprüft. Die Bedürfnisse der Marktbeteiligten wurden erfasst und mit den Möglichkeiten vorhandener Systeme abgeglichen. Der bisherige Projektverlauf zeigte, dass die bestehenden Initiativen zur Rückverfolgbarkeit und Herkunftssicherung von Ökoware den Bedarf sehen, die Entwicklungen untereinander zeitnah abzustimmen, um bestehende und im Aufbau befindliche Systeme verknüpfen zu können. Dies ist Voraussetzung für die Darstellung der Rückverfolgbarkeit über die gesamte Wertschöpfungskette. In einem zweiten Schritt wurde der Grunddatenstandard organicXML entwickelt, der zur Zeit in ein XML-Schema umgesetzt wird. Das XML-Schema bildet die Grundlage für die Implementierung von Schnittstellen in den Rückverfolgbarkeitssoftwareprogrammen der beteiligten Pilotprojekte. Auf der Basis dieser Ergebnisse soll als nächster Schritt neben der geplanten Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes zur Verwendung der Themen Rückverfolgbarkeit und Herkunftssicherung in der Verbraucheransprache die Weiterentwicklung und Etablierung des Datenstandards organicXML erreicht werden, um diesen auf dem aktuellen Stand zu halten und weitere Entwicklungen, die sich aus agroXML ergeben, im Standard berücksichtigen zu können.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Ausgangslag Mit der Verordnung EU-VO 178/2002 werden die allgemeinen Grundsätze für die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit festgelegt. Zentraler Bestandteil ist die Regelung, dass Lebens- und Futtermittelhersteller zu jeder Zeit in der Lage sein müssen, die verantwortliche Person festzustellen, von der ein Produkt (Vorprodukt, Rohstoff, Zusatzstoff) bezogen wurde. Um diese Vorgabe zu erfüllen, müssen entsprechende Verfahren und Systeme eingerichtet werden, die sowohl Informationen über den Bezug eines Produkts als auch über seinen Verkauf enthalten. Diese Regelung gilt auch für Bio-Produkte. Bisher bestehende bzw. im Aufbau begriffene technische Rückverfolgbarkeitssysteme dienen je nach Hersteller sehr unterschiedlichen Zwecken. Bei allen Systemen handelt es sich derzeit jedoch um Insellösungen: Die Betreiber lösen zwar die für sie relevanten Fragestellungen, Schnittstellen zur Verknüpfung der bestehenden Systeme existieren jedoch in der Regel nicht. Ziele und Ergebnisse im Projekt Ziel des Projekts war die Entwicklung eines einheitlichen Datenstandards als Basis für eine Verknüpfung der verschiedenen Datenbanksysteme um eine stufenübergreifende Rückverfolgbarkeit und Herkunftssicherung von Bio-Produkten zu gewährleisten. Bei der Entwicklung wurden bestehende relevante Standards wie EAN 128 und EANCOM sowie der agroXML-Standard soweit möglich berücksichtigt. Der Datenstandard und das darauf aufbauende XML-Schema sind unter www.organicXML.com verfügbar und stehen somit für Softwarefirmen zur Verfügung, um darauf aufbauend XML Schnittstellen für den automatisierten Datenaustausch zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts war die Erarbeitung eines Konzepts zur Verwendung von Rückverfolgbarkeitsdaten in der Verbraucheransprache. Mit www.bio-mit-gesicht.de wurde das erstellte Konzept in Form einer Informationsplattform für Verbraucher umgesetzt. Abschließend wurden im Modul „Wissenstransfer“ drei ausgewählte Unternehmen bei der Erstellung eines Konzepts für die technische Rückverfolgbarkeit unterstützt. Die wichtigsten Erkenntnisse wurden in Form eines Leitfadens anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt und damit nutzbar gemacht.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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