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Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Ökonomie und Zertifizierung / Kontrolle
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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Ökonomie - Betriebswirtschaft / Beratung
Projekt:
Möglichkeiten des Steuerrechts zur Förderung des ökologischen Landbaus - Ein Ko-Instrument für eine effizientere Förderung
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE168 | 01-06-2004 bis 31-05-2006 |
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Ausführende Stelle:
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Agrarökonomie
Platz der Göttinger Sieben 5
37073 Göttingen
Ansprechpartner: StB Prof. Dr. Enno Bahrs
Telefon: 0551/39-4843
Email: ebahrs@gwdg.de
Kurzportrait:
Ziel ist eine Evaluierung der Instrumente des Steuerrechts auf ihre Eignung zur effizienten Förderung des ökologischen Landbaus. Derzeit ist die Förderung des ökologischen Landbaus durch die Flächenprämien gemäß VO (EG) Nr. 1257/99 die wirtschaftlich bedeutsamste Förderung. Da die Prämien innerhalb eines Bundeslandes gleich hoch sind, erfolgt keine Förderung gemäß der individuellen Grenzkosten bzw. Grenzleistungen, was gleichzeitig eine suboptimale Förderung bedeuten kann. Vor dem Hintergrund knapper Fördermittel und der gleichzeitig mit dem Bundesprogramm angestrebten Flächenausdehnung des ökologischen Landbaus ist eine größtmögliche Fördereffizienz anzustreben. In der Studie soll analysiert werden, in welcher Form steuerliche Förderinstrumente die bislang gewährten Prämien flankieren können und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Vor dem Hintergrund der z. T. überbeanspruchten Fördermittelbudgets für die pauschale flächenbezogene Angebotsförderung im Ökolandbau erscheint eine effizientere Förderung für die Zukunft notwendig. Denn nur so kann das politisch abgesteckte Ziel, den Ökolandbau auszuweiten, mit den avisierten Förderbudgets erreicht werden. Ein modifiziertes Förderinstrument muss dabei verschiedene Rahmenbedingungen erfüllen. Um eine EU-Kofinanzierung zu gewährleisten, sind zunächst die Vorgaben der ab 2007 maßgeblichen VO (EG) 1698/2005 (ELER-VO) einzuhalten. Dazu zählt insbesondere die Kostenakzessorität. Weiterhin muss die Fördermaßnahme rechtssicher und mit geringen Transaktionskosten verbunden sein. Zuletzt ist auch die Nachvollziehbarkeit des Förderinstruments zwingend vorauszusetzen. Im Kontext dieses Anforderungsprofils wurde im Rahmen der durch das BÖL geförderten Studie die Flexible Förderung konzipiert. Sie besteht aus der bereits bekannten und in der Vergangenheit angewendeten pauschalen Flächenförderung; allerdings auf einem reduzierten Niveau. Darüber hinaus wird eine betriebsindividuelle Zusatzförderung gewährt, die sich an der Intensität der Schwankungen der LuF-Einkünfte orientiert. Eine Analyse der LuF-Einkünfte ökologisch und konventionell wirtschaftender Betriebe des BMELV-Testbetriebsnetzes offenbart höhere Einkommensrisiken seitens der auswertbaren ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Stärker schwankende Einkünfte verursachen höhere Kosten in Form höherer Ertragsteuerzahlungen und kostenintensiver Liquiditätssicherungsmaßnahmen. Förderinstrumente, die diese Zusatzkosten kompensieren sind insoweit kostenakzessorisch. Daneben ist diese Form der Förderung rechtssicher, transparent und mit geringem administrativen Aufwand verbunden. Die Flexible Förderung erfüllt somit alle an sie gestellten Forderungen und stellt eine zukünftige Förderalternative für den ökologischen Landbau dar.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



