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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Marktentwicklung

Projekt:

Tagung: Biomarkt und soziale Lage - Handlungsoptionen und Wege zur Sicherung von Arbeit und Einkommen in den Wertschöpfungsketten des Biomarktes

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE668 01-07-2004 bis 31-12-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

AgrarBündnis e.V.
Königstor 28
34117 Kassel
Ansprechpartner: Dr. Frieder Thomas
Telefon: 0561/701659-42
Email: thomas@kasseler-institut.org

Kurzportrait:

Das Vorhaben soll der Weiterentwicklung des BÖL dienen und Anregungen für die nationale Umsetzung des Europäischen Aktionsplans liefern. Dabei liegt der Fokus auf den sozialen Aspekten bei der Weiterentwicklung des Ökolandbaus. Der Ökologische Landbau erhebt als eines von vielen Zielen den Anspruch, dass die Erzeuger und andere Unternehmen der Wertschöpfungskette ein angemessenes Einkommen erwirtschaften. Diesen Anspruch aufrecht zu erhalten, wird durch die aktuelle Entwicklung auf dem Markt für Bioprodukte zunehmend schwieriger. Im Zentrum des Vorhabens steht eine Tagung mit Akteuren der Wertschöpfungskette des Biomarktes sowie Vertretern von Politik, Verbänden, Wissenschaft, Beratung etc. Exponierte Akteure, die den sozialen Anspruch in besonderer Weise aufrecht erhalten (wollen), werden ihre jeweiligen Strategien vorstellen. In einer offenen Diskussion mit den übrigen Teilnehmern der Tagung sollen gemeinsam Wege gefunden werden, wie es den Akteuren im Biomarkt ermöglicht werden kann, den sozialen Ansprüchen des Ökolandbaus gerecht zu werden. Ziel der Diskussion ist es, Wege zur Selbsthilfe aufzuzeigen sowie konkrete Formen politischer Unterstützung zu benennen. Aufbauend auf die Ergebnisse der Tagung wird ein Grundsatzpapier erarbeitet, welches die Möglichkeiten politischen Handelns – insbesondere im Zusammenhang mit dem „Europäischen Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft und ökologisch erzeugte Lebensmittel“ – benennt und Grundzüge des von der Ökobranche gewünschten Verhältnisses zwischen Staat und Wirtschaftsbeteiligten im Ökosektor definiert.

Kurzfassung der Ergebnisse:

„Bio“ ist von einer Bewegung zur Branche geworden. Mit dem Schritt aus der Nische gelten für den Ökolandbau die gleichen Gesetze des Strukturwandels wie für die konventionelle Landwirtschaft. Der soziale und regionale Anspruch, den der Ökologische Landbau in seinem Programmen erhebt, droht unterzugehen. Als Reaktion auf die Entwicklung differenziert sich der Biomarkt weiter aus. Das führt zunehmend zu unterschiedlichen Interessenslagen sowie zu unterschiedlichen Strategien innerhalb des Ökologischen Landbaus. Bei der Positionierung auf dem umkämpften Markt setzen viele Beteiligte auf Qualität, definieren diese jedoch sehr unterschiedlich. Im Wesentlichen können Produktqualität, technische Prozessqualität sowie ganzheitliche Prozessqualität unterschieden werden. Als Basis für das Aufrechterhalten von sozialen Prinzipien steht das Einkommen im Vordergrund, dennoch sind auch „weiche Faktoren“ wie faire Preise, Regionalität, Kommunikation, kooperative Zusammenarbeit und Transparenz von großer Bedeutung. In diesem Sinne formulierten die Teilnehmer der Tagung folgende Ansprüche an die Politik: Angemessene Positionierung des Ökolandbaus in den Agrarumweltprogrammen; Stärkere Berücksichtigung der sozialen und regionalen Prinzipien des Ökolandbaus auch im Bundesprogramm Ökologischer Landbau, insbesondere bei Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Marketing, Forschung und Entwicklung, Information und Vernetzung innerhalb der Biobranche; weniger bürokratischer Aufwand; Auflagen verringern; 2. Säule: Investitionsförderung und regionale Entwicklung stärken; Koordinationsstelle für Regionalvermarktung im BMVEL einrichten; Öffentliche Einrichtungen als Vorreiter unterstützen; Erfahrungen ermöglichen und weitertragen.

Links zu Projektergebnissen:

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