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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Betriebswirtschaft / Beratung

Projekt:

Betriebswirtschaftliche Analyse von ökologisch wirtschaftenden Großbetrieben in Ostdeutschland

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE605 01-10-2002 bis 30-06-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FIBL), Kasseler Str. 1a, 60486 Frankfurt am Main Ansprechpartner: Dr. Matthias Stolze Telefon: +41 62 865 7255 Email: matthias.stolze@fibl.ch

Kurzportrait:

Die betriebswirtschaftliche Analyse von ökologisch wirtschaftenden Großbetrieben in Ostdeutschland hat das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit dieser für Ostdeutschland typischen Betriebform in Abhängigkeit von der Rechtsform, Arbeitsverfassung, Managementorganisation, Betriebsgröße und Standort zu analysieren. Dabei werden folgende Unterziele verfolgt: 1.) Analyse der Wettbewerbsfähigkeit ökologisch wirtschaftender Großbetriebe, 2.) Schwachstellenanalyse zur Identifikation von Optimierungspotentialen und Zukunftsperspektiven für Öko-Großbetriebe, 3.) Darstellung und Bewertung der sozioökonomischen Entwicklung ökologischer Großbetriebe von 1993 bis 2003 auf der Basis der Vorarbeiten von Stolze 1998 (Einfluss der Wiedervereinigung und Umstrukturierungsphase im Vergleich zur erfolgten Konsolidierung), 4.) Identifizierung von sozialen und ökonomischen Hemm- und Erfolgsfaktoren für die Umstellung von Großbetrieben auf ökologischen Landbau, 5.) Ermittlung von typischen Produktionsverfahren und ökonomischen Kenngrößen der Tier- und Pflanzenproduktion sowie der Arbeitserledigung, 6.) Ableitung von Management- und Handlungsstrategien für die nachhaltige Entwicklung ökologisch wirtschaftender Großbetriebe, 7.) Analyse des Einflusses der Agenda 2000 auf die Wirtschaftlichkeit von Öko-Großbetrieben und Ableitung von Empfehlungen für politische Entscheidungsträger zur Planung einer Politik für den ökologischen Landbau in Ostdeutschland.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die Wirtschaftlichkeit von ökologisch wirtschaftenden Grossbetrieben in Ostdeutschland zu untersuchen. Dazu ist es erforderlich, die sozioökonomische Situation von ökologisch wirtschaftenden Großbetrieben auf der einen und die Vermarktungsbedingungen auf der anderen Seite zu erfassen. Im Rahmen dieser Studie wurde deshalb über zwei Erhebungspfade a) die Befragung von 43 ökologischen Großbetrieben und b) Gespräche mit 30 Experten im Vermarktungssektor in Ostdeutschland eine breite empirische Datenbasis erstellt. Die Studie zeigt, dass bei der strategischen Ausrichtung der Betriebe wirtschaftliche Motive bei in den Vordergrund rücken. So wurde insbesondere bei Betrieben in der Rechtsform juristischer Personen in großem Maße Arbeitskräfte abgebaut bei gleichzeitiger Erweiterung der Flächenkapazitäten. Des weiteren hat die Bedeutung von Investitionen in die Vermarktung der eigenen Produkte deutlich an Bedeutung zugenommen. Darüber hinaus erfolgte eine zunehmende Spezialisierung bei Mutterkuhbetrieben. Ein wesentlicher Nachteil von Grossbetrieben sind die höheren Transaktionskosten. Exemplarisch wurde für milchviehhaltende und mutterkuhhaltende Großbetriebe die Wettbewerbsfähigkeit gesamtbetrieblich untersucht. Dazu wurden auf der Basis der empirischen Erhebungen vier Betriebsmodelle definiert, die sich hinsichtlich ihrer Faktorausstattung, Rechtsform und Betriebsform unterscheiden. Für die untersuchten Milchviehbetriebe zeigt sich, dass die ökologische Milchproduktion auf Großbetrieben zur ähnlichen bis besseren Betriebsergebnissen führen kann als eine konventionelle Milchproduktion. Bei mutterkuhhaltenden Großbetrieben ist der Betriebserfolg in hohem Maßen an staatlichen Transferleistungen (Mutterkuhprämie, Schlachtprämien, Extensivierungsprämien) gekoppelt. Nur bei dem Betriebsmodell, das die Mutterkuhhaltung auf Betrieben in der Rechtsform natürlicher Personen repräsentiert konnte ein positives Betriebsergebnis erzielt werden.

Links zu Projektergebnissen:

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