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Forschung und Entwicklung

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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Risikomanagement

Projekt:

Herkunftsbestimmung von Bio-Eiern und deren mögliche Differenzierung von konventionellen Eiern mit Hilfe der stabilen Isotope der Bioelemente

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE542 15-12-2002 bis 29-02-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

TÜV Rheinland Agroisolab GmbH, Vertriebsbüro Nord, Elbstrasse 12, 21481 Lauenburg Ansprechpartner: Markus Boner Telefon: 02461/690292 Email: m.boner@agroisolab.de

Kurzportrait:

Bio-Eier sind aufgrund der Herstellungsart kostenintensiver als konventionelle Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung. Während erstere noch an den typischen Abriebspuren zu erkennen sind, sind letztere bislang nicht von den Bio-Eiern zu unterscheiden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass Eier falsch deklariert werden, da mit Bio-Eiern ein höherer Erlös erzielt werden kann. Neben dem Verstoß gegen die Kennzeichnungsverordnung und der Verzerrung des Wettbewerbs muss der Verlust an Vertrauen des Kunden beachtet werden. Sowohl Kontrollmaßnahmen als auch die Ei-Stempelung können dabei nur einen indirekten Nachweis erbringen, dass ein Ei tatsächlich von einem Bio-Hof stammt. Die Stabil-Isotopen-Technik wird seit ca. 30 Jahren zur Überprüfung der Herkunft pflanzlicher Agrarprodukte, zu Beginn besonders für Wein und Fruchtsaft, eingesetzt. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll mittels der Stabil-Isotopen-Technik zum einen ein Herkunftsnachweis von Bio-Eiern erforscht und zum anderen mögliche Unterscheidungskriterien zwischen konventionellen Eiern und Bio-Eiern ermittelt werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die stabilen Isotope bieten eine der wenigen analytischen Möglichkeiten eine Herkunfts-Bestimmung eines Agrarproduktes zu gewährleisten. Die Anwendung basiert auf der Grundlage, dass die Natur spezifische Isotopenverhältnisse der Bioelemente in der Umwelt vorgibt, die sowohl regionale als auch örtliche Differenzierungen ermöglichen. Im Rahmen des Projektes wurde geprüft, ob die Herkunftsbestimmung von Bioeiern mit Hilfe der stabilen Isotope gewährleistet werden kann und eine Differenzierung von konventionellen Eiern möglich ist. Die Regionalität spiegelt sich dabei in den D/H und 18O/16O Isotopenverhältnissen des Trinkwassers wider und es ist auch in eingeschränkter Form im Wasser des Hühnereies vorhanden. Diese Markierung der Region ist in der konventionellen Landwirtschaft wesentlich stärker ausgeprägt als in der ökologischen Landwirtschaft, der Grund ist in den konstanteren Fütterungsbedingungen (nur Trockenfutter) zu finden. Mit Hilfe der 15N/14N, 34S/32S und 13C/12C Isotopenverhältnisse sind Differenzierungen bis zum Ort der Haltung möglich. Die 15N/14N und 34S/32S Isotopenverhältnisse sind dabei als Boden- und die 13C/12C Isotopenverhältnisse als spezifische Pflanzenparameter anzusehen. Die Kombination aller Isotopenverhältnisse der Bioelemente ermöglicht Legebetriebe selektiv im Rahmen eines Monats zu beschreiben und somit eine Rückverfolgung zu gewährleisten. In der Überprüfung der 15N/14N Isotopenverhältnisse konnte eine obere Schranke von 5 ‰ für die konventionelle Tierhaltung nachgewiesen werden. Oberhalb dieser Schranke kann von einer ökologischen Haltung ausgegangen werden. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Korrelationszahlen der D/H zu 18O/16O Isotopenverhältnisse in der ökologischen Landwirtschaft sehr hohe Werte erreichen können. Diese hohen Korrelationszahlen konnten in der konventionellen Landwirtschaft nicht gefunden werden. Dies kann damit die Differenzierung absichern. Die stabilen Isotope der Bioelemente bieten somit Möglichkeiten ein Rückverfolgbarkeitssystem auf analytischen Daten zu gewährleisten und konventionelle zu ökologische Eier zu differenzieren.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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