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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Ökonomie - Marktentwicklung
Projekt:
Die räumliche Verteilung des Ökologischen Landbaus in Deutschland und Ihre Bestimmungsgründe
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 02OE469 | 15-08-2002 bis 31-01-2004 |
|
Ausführende Stelle:
Universität Hohenheim
Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre
Schwerzstrasse
70593 Stuttgart-Hohenheim
Ansprechpartner: Prof. Stephan Dabbert
Telefon: 0711/459 2541
Email: dabbert@uni-hohenheim.de
Kurzportrait:
Ziel des Projektes ist eine Untersuchung der räumlichen Verteilung des ökologischen Landbaus. Der Zusammenhang zwischen räumlichen Bestimmungsfaktoren und der tatsächlichen räumlichen Verteilung des ökologischen Landbaus flächendeckend herstellt und die Bedeutung einzelner Faktoren mit Hilfe einer multifaktoriellen statistischen Analyse bewerten werden soll. Die räumliche Verteilung des ökologischen Landbaus soll durch eine Darstellung in GIS-Karten visualisiert werden. Ist der Zusammenhang zwischen Verteilung und Bestimmungsfaktoren bekannt, so lassen sich hieraus Empfehlungen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus erarbeiten. Des weiteren sollen Ansatzpunkte einer gezielten Förderung in bestimmten Regionen aufgezeigt werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Der ökologische Landbau in Deutschland ist räumlich sehr unterschiedlich verteilt. Ziel dieser Studie ist sowohl die Analyse der Bestimmungsgründe der räumlichen Verteilung anhand von statistischen Daten als auch die Visualisierung des Ökolandbaus auf Kreisebene. Die Wirkung verschiedener Bestimmungsfaktoren auf die räumliche Verteilung des ökologischen Landbaus wird anhand uni- und multivariater Analysemethoden getestet. Die zu Grunde liegenden landwirtschaftlichen Daten für die Berechnungen stammen aus der Agrarstrukturerhebung von 1999. Die Agglomerationseffekte sind für die räumliche Verteilung des ökologischen Landbaus in Deutschland von großer Bedeutung. Weiterhin haben die realen Ausgaben der Bundesländer für eine Flächenförderung des ökologisch bewirtschafteten Grünlands einen positiven Einfluss auf den Anteil der ökologisch bewirtschaften Fläche einer Region. Für die Flächenförderung von ökologisch bewirtschaftetem Ackerland konnte dieser Zusammenhang nicht aufgezeigt werden. Der Anteil der Natur- und Wasserschutzgebiete in einer Region und eine geringe Bodenqualität wirken ebenfalls begünstigend auf den Ökolandbau. Für die getesteten Variablen der Bevölkerungsstruktur (Einkommen und Bevölkerungsdichte) konnte hingegen keine Wirkung auf die räumliche Verteilung des Ökolandbaus aufgezeigt werden. Dies gilt auch für den Grünlandanteil und die durchschnittliche Betriebsgröße in einer Region. Werden die genannten Faktoren für Teilregionen Deutschlands getestet, ergeben sich teilweise andere Wirkungsrichtungen. Weiterhin wiesen die Einzugsgebiete von Molkereien, im Gegensatz zu den von Mühlen, einen signifikant höheren Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche auf. Das erreichte Bestimmtheitsmaß der multivariaten Verfahren für die Untersuchungsregionen Süddeutschland mit einen Wert von 0,57 und für Deutschland mit einem Wert von 0,26 lassen jedoch vermuten, dass noch weitere Bestimmungsfaktoren, die in dieser Studie nicht betrachtet wurden, die räumliche Verteilung des Ökolandbaus beeinflussen.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



