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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Marktentwicklung

Projekt:

Hemmende und fördernde Faktoren einer Umstellung der Verarbeitung auf ökologische Erzeugnisse aus der Sicht von Unternehmen des Lebensmittelhandwerks und von Verarbeitungsunternehmen

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE416 01-06-2002 bis 24-03-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Beratungsbüro Kunz & Dr. Dienel GbR
Czeminskistraße 9
10829 Berlin
Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Dienel
Telefon: 030/80906359
Email: w.dienel@oekomarkt-erschliessung.de

Kurzportrait:

Ziel der geplanten Arbeiten ist die Untersuchung der Problemfelder bei der Umstellung auf die Verarbeitung ökologischer Produkte in der Ernährungsindustrie und im Ernährungshandwerk. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Motivations- und Organisationsbarrieren, welche auf der Basis von Vorarbeiten des Bieters als Hauptursachen für Umsetzungsdefizite in der Ökomarkterschließung erkannt wurden. Der Arbeitsplan sieht im ersten Schritt eine breite Umfrage zu einem Grundset von Daten zur Ökoproduktion in 300 bis 500 Unternehmen vor. Den Forschungsschwerpunkt bilden die qualitative Sozialforschung in 40 Experteninterviews und 12 firmeninternen Workshops sowie 2 projektinterne Workshops mit Kooperationspartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Erhebung und Einordnung der Ergebnisse erfolgt nach den wichtigsten Produktgruppen. Der Wissenstransfer erfolgt durch Publikationen und 2 Tagungen zu den Ergebnissen.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die vorliegende Untersuchung der Hemmnisse und Erfolgsfaktoren bei der Umstellung auf die Öko-Verarbeitung unterscheidet in Probleme auf der Sach- und Motivationsebene. Die Kernprobleme auf der Sachebene sind: Geringe Losgrößen führen zu hohen Stückkosten und sind Hauptursache der Preisbarriere. Die Kernzielgruppen des Öko-Marktes sind zu klein. Stärkeres Umsatzwachstum erfordert die Erschließung neuer Zielgruppen jenseits der Öko-Intensivverbraucher. Abstimmungsdefizite in der Vermarktungskette, besonders an der Schnittstelle Hersteller mit Handel, verhindern die Umsetzung eines aktiven Öko-Marketing. Die Kernprobleme auf der Motivationsebene sind: Es fehlt die Überzeugung, dass es ein größeres Nachfragepotenzial für Öko-Produkte gibt, als derzeit realisiert wird. Unbewusster oder ungenannter Widerstand in konventionell dominierten Strukturen gegen die Lebensstilkritik, die mit dem Öko-Markt einhergeht. Reine Öko-Verarbeiter: Die Naturkosthersteller haben Probleme, neue Zielgruppen zu erreichen, weil ihre Produkte mit dem Vollwertkostimage verbunden sind und sie keine Markenwirkung haben. Zur Problemlösung müssten sie horizontal und vertikal zwecks Effizienzsteigerung kooperieren. Handwerk: Das Kernproblem ist auch hier die Zielgruppenbeschränkung. Konventionelle Hersteller: Viele Hersteller sehen das Öko-Absatzpotenzial als zu klein an oder sie befürchten eine Image-Diskriminierung ihrer konventionellen Produkte und dadurch Umsatzrückgänge (Kannibalisierung des Gesamtumsatzes). Empirische Belege für diese Befürchtung fehlen. Es gibt im Gegenteil erste Belege für positive Spill-overs von Öko auf das konventionelle Markenimage. Perspektive / Erfolgsfaktoren: Eine erfolgreiche Strategie der Markterweiterung ist der Weg vom konventionellen Qualitätsführer zum Qualitätsführer mit Öko-Nutzen on top. Dies gilt für das Handwerk und die Ernährungsindustrie. Klassische Markenartikel in Öko-Qualität haben durch ihre Brückenwirkung das Potenzial, neue Kundenkreise zu erreichen. Die Behebung der vertikalen Schnittstellenprobleme mit dem Handel erfordert die horizontale Zusammenarbeit von Herstellern und ein aktives Schnittstellenmanagement. Im Rahmen der Forschung wurde ein Netzwerk von öko-aktiven Markenherstellern initiiert.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.