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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Vermarktung

Projekt:

Ermittlung von derzeitigen und absehbaren Vermarktungsproblemen entlang der Vermarktungs- und Wertschöpfungskette differenziert nach Produktgruppen für den Produktbereich Rindfleisch

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE414 01-06-2002 bis 31-12-2002 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Synergie, Berater für den Biomarkt, Federbachstrasse 25/1, 75334 Straubenhardt Ansprechpartner: Hr. Christoph Spahn Telefon: 069/7191043 Email: spahn@synergie-online.com

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist die Analyse der zentralen Probleme bei der Vermarktung von Bio-Rindfleisch entlang der Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck erfolgt zunächst eine Darstellung der Strukturen im Rahmen einer Bestandsaufnahme und Mengenanalyse des Marktes für ökologisch erzeugtes Rindfleisch. In diesem Zusammenhang werden folgenden Leitfragen bearbeitet: Welche Mengen an Bio-Rindfleisch stehen heute in welchen Qualitäten in Deutschland zur Verfügung? Über welche Absatzkanäle laufen in etwa welche Mengen? Welche Mengen werden derzeit konventionell vermarktet? Welche Preise werden in den verschiedenen Absatzkanälen erzielt? Wie sieht die Angebotssituation aus dem Ausland aus? Welche Größenordungen haben die Im- und Exporte von Bio-Rindfleisch. Auf der Basis der Bestandsaufnahme erfolgt dann eine standardisierte Befragung von Branchenteilnehmern. Damit sollen die wesentlichen Problemfelder herausgearbeitet werden, mit denen die Markteilnehmer konfrontiert sind. Dabei wird besonders eingegangen auf die Bereiche Marktpotentiale, Preispolitik, strukturelle Hemmnisse, Qualitätsanforderungen, Verbraucherkommunikation. Schließlich werden mit Vertretern der wichtigsten Marktteilnehmer in persönlichen Interviews die herausgearbeiteten Problemfelder vertieft, um eine genauere Kenntnis über diese Problemfelder zu erhalten. Ergänzend zu den telefonischen Interviews wird hierbei insbesondere auf die Marktpotentiale, das Preisgefüge, die Konkurrenz durch Importe eingegangen. Zudem werden deren Prognosen für die Entwicklung des Marktes und der entsprechenden Problemfelder erfasst. Am Ende des Projektes sind zwei Expertenworkshops geplant, deren Ziel die Diskussion und Evaluierung der Projektergebnisse vor Fertigstellung des Endberichtes ist.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die Studie zur Ermittlung von derzeitigen und absehbaren Vermarktungsproblemen im Markt für ökologisch erzeugtes Rindfleisch wurde mit der Forschungsmethode einer „mehrstufigen Befragung nach dem Delphi-Prinzip“ bearbeitet. Den Befragungen war eine umfassende Analyse der Veröffentlichungen über den Markt für ökologisch erzeugtes Rindfleisch vorausgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Branche sich in einem strukturellen Engpass befindet. Das individualistische Agieren zahlreicher kleiner Akteure stößt im größer werdenden Markt und angesichts zunehmender Komplexität an Grenzen. Es gibt Ansätze von verstärkter Kooperation, die auch mit Erfolg am Markt belohnt werden. Die Darstellung der Probleme im Ergebnisteil hat gezeigt, dass viele Probleme wie uneinheitliche Verbraucheransprache und fehlende Qualifikationen durch die Struktur des Ökomarktes allgemein entstanden sind. Andere Probleme wie Marktrisiken und Richtlinien liegen außerhalb des Einflussbereichs der Marktteilnehmer. Als ein zentrales Ergebnis, das sich wie ein roter Faden durch die Studie zieht, ist der Mangel an Kommunikation innerhalb der Branche und damit verbunden eine genereller Informationsmangel. Die vorgeschlagene Lösung, die als Schlüssel für einige angesprochene Schwierigkeiten gelten kann, ist der horizontale und vertikale Zusammenschluss von Partnern mit ähnlichen Interessen. Ein weiteres zentrales Problem könnte mit dem Begriff „Rechtsunsicherheit“ umrissen werden. Die Marktteilnehmer fühlen sich angesichts der Mängel der so genannten „EU-Öko-Verordnung“ (abweichende Produktions- und Kontrollstandards innerhalb benachbarter Märkte) stark verunsichert. Die Schwächen des bestehenden Kontrollsystems, das als zu schwerfällig, als zu ineffizient, als zu uneinheitlich innerhalb Europas aber auch innerhalb Deutschlands betrachtet wird, verstärken diese Unsicherheit.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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