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Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Ökonomie und Zertifizierung / Kontrolle
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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Ökonomie - Vermarktung
Projekt:
Entwicklung eines Konzeptes zur Quantifizierung der Nachfragestruktur und -entwicklung nach ökologisch erzeugten Produkten in Deutschland, unter Einbeziehung vorhandener Paneldaten
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE367 | 01-09-2002 bis 29-02-2004 |
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Ausführende Stelle:
Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH
Rochusstraße 2
53123 Bonn
Ansprechpartner: Dr. Paul Michels
Telefon: 0228/9777-501
Email: Info@ZMP.de
Kooperationspartner:
Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH Gesellschaft für Konsumforschung
Kurzportrait:
Bislang existiert kein umfassendes Informationssystem, das es ermöglicht, das zu erwartende Angebot an ökologisch erzeugten Produkten mit der aktuellen Nachfrage abzugleichen und Marktungleichgewichte frühzeitig zu erkennen. Aber genau diese Informationen müssten erarbeitet werden, um die künftig umstellenden Landwirte fundiert beraten zu können, und um allen weiteren Entscheidungsträgern im Markt eine bessere Grundlage für Investitionsentscheidungen zu ermöglichen. Schließlich würde auch die Administration in die Lage versetzt, durch rechtzeitige marktgerechte Entscheidungen (z.B. Gestaltung von Umstellungs- und Beibehaltungsprämien oder Investitionsförderungen für Vermarktungseinrichtungen) eine bessere Anpassung von Angebots- und Nachfragestruktur zu ermöglichen. Das potentielle Risiko, Fehlentscheidungen auf der administrativen wie auch produktiven Ebene zu treffen, kann dadurch deutlich verringert werden, dass die Marktberichterstattung und -forschung in die Lage versetzt wird, Disparitäten zwischen der Angebots- und Nachfragestruktur auf dem deutschen Markt frühzeitig zu erkennen. Ziel des hier vorgeschlagenen Projektes ist es, die Nachfragestruktur ökologischer Lebensmittel innerhalb des Projektzeitraumes kontinuierlich und zeitnah zu ermitteln. Es werden Daten über produktionsspezifische Umsätze nach Haushaltstypen, Regionen, Einkaufsstätten sowie ausgewählten Marken geliefert. Die ermittelten Käuferprofile können als Basis für kommunikative Maßnahmen zum Verbraucher genutzt werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Ziel des Projekts war es, Daten über produktspezifische Ausgaben nach Haushaltstypen, Regionen, Einkaufsstätten sowie über das Bio-Siegel zu erhalten. Dieses Ziel wurde erreicht. Durch eine kontinuierliche Berichterstattung über das Verbraucherverhalten über mehr als ein Jahr hinweg, konnten Schwachpunkte bisheriger Befragungen überwunden werden. Die im folgenden dargestellten Nachfragestrukturen beziehen sich auf den Zeitraum Oktober 2003 bis September 2004. Die beiden wichtigsten Vertriebskanäle für Öko-Lebensmittel sind der Lebensmitteleinzelhandel (29%) und Naturkostfachgeschäfte (31%), aber auch die Erzeugervermarktung (16%) spielt im Vergleich zur konventionellen Ware eine bedeutende Rolle. Die wichtigsten Produkte sind Molkereiprodukte, Gemüse/Salate, Brot/Backwaren und Getränke. In Süddeutschland ist die Nachfrage stark über-, in Ostdeutschland stark unterproportional. Die Kernzielgruppen sind Haushaltsführende mit hohem Bildungsniveau zwischen 35 und 44 Jahren (besonders wichtig für: Naturkostläden, Erzeuger, Frischmilch, Brotaufstriche) und zwischen 55 und 65 Jahren (besonders wichtig für: LEH, Reformhaus, O+G, Kartoffeln, Fleisch, Wurst und Käse). Entscheidend für die Einkaufshäufigkeit von Lebensmitteln aus dem ökologischen Landbau sind Differenziale bei den folgenden Einstellungen: Höchste Zustimmung und hohe Diskriminierungskraft hat das Ernährungsbewusstsein gefolgt von Affinitäten für regionale Produkte, aktive Hinterfragung von möglichen Schadstoffbelastungen. Große Diskriminierungsfähigkeit hat auch die Zahlungsbereitschaft für hochwertige Lebensmittel. Die Ergebnisse quantifizieren den Erfolg des Biosiegels. 43 % aller im Jahr 2003 getätigten Ausgaben für Öko-Produkte entfielen auf solche, die das Bio-Siegel trugen. Die Auslobung von Bio über dieses Zeichen wird vor allem vom LEH und insbesondere von den Drogeriemärkten genutzt: Bei letzteren entfielen 86 % aller Ausgaben auf Öko-Produkte mit dem staatlichen Zeichen.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



