Zum Download
Projektreader - aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Ökonomie und Zertifizierung / Kontrolle
(PDF-Dokument, 2.2 MB)
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Download und die Infos zur Barrierefreiheit.
Linktipps
Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
oekolandbau.de
Die gemeinsame Website der Bundesregierung zum Jubiläum Freiheit und Einheit.
freiheit-und-einheit.de
Forschung und Entwicklung
Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL)?
Newsletter
Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Ökonomie - Betriebswirtschaft / Beratung
Projekt:
Hinderungsgründe für die Umstellung von Wein-, Obst-, und Gartenbaubetrieben (Gemüsebaubetrieben) auf ökologische Wirtschaftsweisen in verschiedenen Regionen Deutschlands und Möglichkeiten ihrer Minderung
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 02OE228 | 01-06-2002 bis 29-02-2004 |
|
Ausführende Stelle:
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus
Luisenstraße 56
10099 Berlin
Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Bokelmann
Telefon: 030/2093-6136
Email: w.bokelmann@agrar.hu-berlin.de
Kurzportrait:
Das Projekt strebt an, Hinderungsgründe für die Umstellung von Gemüsebaubetrieben auf eine ökologische Wirtschaftsweise zu identifizieren und die Abschätzung ökonomischer Risiken zu ermöglichen. Dabei werden zwei Teilziele verfolgt: 1. Die Wahrnehmung von Umstellungsrisiken durch Unternehmer/innen soll mit Hilfe einer empirischen Untersuchung erfasst werden. 2. Der Informationsstand über die mit einer Umstellung der Produktion verbundenen Konsequenzen soll durch Interviews von Experten verbessert werden. Insgesamt sollen Interviews mit 40-50 Betriebsleitern/innen aus 3 verschiedenen Regionen geführt werden. Dabei werden sowohl Betriebe einbezogen, die innerhalb der letzten Jahre auf die ökologische Produktion umgestellt haben, als auch solche, die bei der konventionellen Produktion bleiben bzw. nach Umstellung zur konventionellen Produktion zurückgekehrt sind. Als Erhebungsformen werden problemzentrierte Interviews eingesetzt (auch für die Befragung der Experten). Geplant sind rund 14 Interviews mit Personen aus dem Umfeld der produzierenden Betriebe: Anbauberater, Vertreter der Anbauverbände, Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels, Vertreter des Großhandels bzw. der Erzeugerorganisationen, Vertreter der Landesministerien und der Pflanzenbauwissenschaften. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen umstellungswilligen Betrieben die Konsequenzen ihrer Entscheidungen besser vor Augen führen, Beratern helfen, Betriebe verantwortlich zu beraten und Entscheidungsträgern in Forschung und Verwaltung bei der Suche nach Maßnahmen zur Risikominderung helfen.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Das Ziel der Untersuchung ist, Hindernisse für die Umstellung von Gemüsebaubetrieben auf ökologische Produktionsweisen zu identifizieren. Die Untersuchung liefert wichtige Erkenntnisse in den drei Bereichen: (1) Wahrnehmung des Produktionsrisikos im ökologischen Gemüsebau, (2) Einschätzung der Absatzbedingungen für Umstellungsware sowie (3) Wechselwirkungen zwischen den beteiligten Akteuren. Im Rahmen der Untersuchung wurde der individuelle Entscheidungsprozess untersucht und systematisiert. Das Produktionsrisiko ist im Gemüsebau im Vergleich zum landwirtschaftlichen Ackerbau sehr groß. Zudem stellt insbesondere die Produktion für den Frischmarkt besonders hohe Ansprüche an den Produzenten. Produktionsbedingte Probleme, wie Pflanzenschutz, Düngung und Unkrautregulierung können nur in einem begrenzten Rahmen vom Produzenten beeinflusst werden. Die strukturellen Entwicklungen und Wettbewerbsbedingungen im Markt für konventionell/ integriert erzeugtes Frischgemüse haben dazu geführt, dass nur ein geringer Anteil der Gemüsebaubetriebe die Anforderungen für eine Umstellung erfüllt. Im Meinungsbildungsprozess umstellungsinteressierter Betriebe treten durch anstehende Routineentscheidungen und soziale Informationsbarrieren Probleme auf, so dass die Entscheidungsfindung nicht selten abgebrochen wird. Die Wahrnehmung der Entwicklungen im ökologischen Landbau, wie z.B. die Intensivierung wirkt sich negativ auf die Entscheidungsbereitschaft aus. Die Absatzstrukturen für ökologisches Gemüse weisen – aufgrund der bisherigen Struktur der ökologischen Betriebe auf der einen Seite und der Struktur des Einzelhandels auf der anderen Seite – Schwächen auf, die sich als hemmend für die Entwicklung des Marktsegments erweisen. Da umstellungsinteressierte Betriebsleiter strategische Entscheidungen primär am Markt – und nicht an Förderungen – orientiert treffen, ist die fehlende Wahrnehmung einer Marktchance ausschlaggebend für die Entscheidung gegen die ökologische Umstellung eines Gartenbaubetriebes.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



