Linktipps

Das Informationsportal zum Ökologischen Landbau
WWW-Symbol oekolandbau.de

Logo oekolandbau.de, zum Informationsportal im neuen Fenster

Forschung und Entwicklung

Sie suchen Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)?
Zur Projektsuche


Logo BLE, zum Internetauftritt der BLE im neuen Fenster

© 2014 BLE

Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Marktentwicklung

Projekt:

Kosten der Erreichung von Umweltqualitätszielen in ausgewählten Regionen durch Umstellung auf ökologischen Landbau im Vergleich zu anderen Agrarumweltmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung von Administrations- und Kontrollkosten

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE227 01-06-2002 bis 30-06-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus, Luisenstraße 56, 10099 Berlin Ansprechpartner: Hr. Tobias Leiber Telefon: 030/20936430 Email: Tobias.Leiber@agrar.hu-berlin.de

Kurzportrait:

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Überprüfung der Hypothese, daß der ökologische Landbau aus Sicht der Transaktionskosten eine vorteilhafte Politikoption darstellt. Dazu werden einige zentrale Teilfragen für die institutionelle Wahl berücksichtigt, wie die Quantifizierbarkeit und Zurechenbarkeit von Transaktionskosten, die Wahrnehmung und Präferenzen unterschiedlicher Politikoptionen seitens der beteiligten Akteure und die diesen Präferenzen zugrunde liegenden Handlungsmotive. Nach einer Konzeptionsphase sollen relevante Eigenschaften und Kosten von Transaktionen sowie institutionelle Präferenzen beteiligter Akteure mittels qualitativer und quantitativer Methoden der Sozialforschung ermittelt werden. Im Zentrum steht die Identifikation relevanter Transaktionskosten in Fokusgruppen, wodurch eine besondere Berücksichtigung der Wahrnehmung und Präferenzen der beteiligten Akteure ermöglicht wird. Ausgehend von diesen Ergebnissen sollen die identifizierten Transaktionsmerkmale und -kosten unter Verwendung von auf standardisierte Befragungsmethoden basierenden Analyseverfahren gewichtet und bewertet werden. Abschließend sollen die Ergebnisse im Rahmen von Symposien mit gesellschaftlichen Akteuren im Bereich Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Naturschutz diskutiert werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Der vorliegende Forschungsbericht untersucht für die Bundesrepublik Deutschland die Hypothese, dass der ökologische Landbau aus Sicht der Transaktionskosten eine vorteilhafte Politikoption zur Erreichung agrarumweltpolitischer Ziele darstellt, da durch ihn einzelne Teilaspekte der umweltgerechten Bewirtschaftung gebündelt implementiert werden. Im Rahmen von insgesamt 74 Interviews (teilweise in Form von Fokusgruppen) und zwei regionalen Validierungsworkshops wurden die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Administration und Kontrolle von Agrarumweltprogrammen auf Seiten des Staates und der Landwirte entstehen, für zwei Fallstudienregionen (Baden-Württemberg, Thüringen) ermittelt. Es wurde ein systematisches Konzept zur Erfassung von Transaktionskosten entwickelt, das die Charakteristika des ökologischen Landbaus berücksichtigt. Es konnte festgestellt werden, dass die Transaktionskosten mit der Zahl der Maßnahmen je Betrieb ansteigen, vor allem dann, wenn es sich dabei um flächenspezifische Einzelmaßnahmen handelt, die auf die Fläche kumuliert werden können. Der ökologische Landbau als gesamtbetriebliche Maßnahme ist aus der Sicht der Agrarverwaltung eine transaktionskostensparende Alternative. Auch andere betriebszweigbezogene Maßnahmen, wie z.B. der "kontrolliert-integrierte Ackerbau" in Thüringen, sind gegenüber Einzelmaßnahmen kostensparend. Aus der Sicht der Landwirte verliert der ökologische Landbau seine Transaktionskostenvorteile, wenn die 100%-Kontrollen gegenüber den 5%-Kontrollen bei anderen Agrarumweltmaßnahmen und der höhere Vermarktungsaufwand berücksichtigt werden. Diesen Kosten stehen nur bei einigen Betrieben höhere Einnahmen durch höhere Produktpreise gegenüber. Wird der ökologische Landbau als umweltpolitisches Instrument eingesetzt und ist eine gesonderte Vermarktung der Produkte zu höheren Preisen nicht möglich, stellt sich die Frage, ob eine 100%-Kontrolle notwendig und sinnvoll ist. Grundsätzlich gilt, dass eine hohe Akzeptanz der Agrarumweltprogramme nur mit einem Angebot an Maßnahmen zu erreichen ist, das die Präferenzen der Akteure vor Ort berücksichtigt.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



Symbolerläuterung:

Bild: Symbol Projekt ist noch in Bearbeitung Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.

Bild: Symbol Projekt ist abgeschlossen Diese Projekte sind abgeschlossen.