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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Ökonomie - Vermarktung

Projekt:

Ermittlung von derzeitigen und absehbaren Vermarktungsproblemen entlang der Vermarktungs- und Wertschöpfungskette für den Produktbereich Schweinefleisch

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE224 01-06-2002 bis 31-12-2002 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Öko Service GmbH, Am Haag 5, 82166 Gräfelfing Ansprechpartner: Hr. Niedermeier Telefon: 089/89808281 Email: info@oekoservice-gmbh.de

Kooperationspartner:

ECOZEPT GbR

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist die Analyse der zentralen Probleme bei der Vermarktung von Bio-Schweinefleisch entlang der Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck erfolgt zunächst eine Darstellung der Strukturen im Rahmen einer Bestandsaufnahme und Mengenanalyse des Marktes für ökologisch erzeugtes Schweinefleisch. In diesem Zusammenhang werden folgenden Leitfragen bearbeitet: Welche Mengen an Bio-Schweinefleisch welcher Rassen und Qualitäten stehen heute in Deutschland zur Verfügung? Über welche Absatzkanäle laufen in etwa welche Mengen? Welche Mengen werden derzeit konventionell vermarktet? Welche Preise werden in den verschiedenen Absatzkanälen erzielt? Wie sieht die Angebotssituation aus dem Ausland aus? Welche Größenordungen haben die Im- und Exporte von Bio-Schweinefleisch. Zusätzlich erfolgte eine vergleichende Bestands- und Marktanalyse zu Bio-Schweinefleisch in Dänemark. Auf der Basis der Bestandsaufnahme erfolgt dann eine standardisierte Befragung von Branchenteilnehmern. Damit sollen die wesentlichen Problemfelder herausgearbeitet werden, mit denen die Markteilnehmer konfrontiert sind. Dabei wird besonders eingegangen auf die Bereiche Marktpotentiale, Preispolitik, strukturelle Hemmnisse, Qualitätsanforderungen, Verbraucherkommunikation. Schließlich werden mit Vertretern der wichtigsten Marktteilnehmer in persönlichen Interviews die herausgearbeiteten Problemfelder vertieft, um eine genauere Kenntnis über diese Problemfelder zu erhalten. Ergänzend zu den telefonischen Interviews wird hierbei insbesondere auf die Marktpotentiale, das Preisgefüge, die Konkurrenz durch Importe eingegangen. Zudem werden deren Prognosen für die Entwicklung des Marktes und der entsprechenden Problemfelder erfasst. Am Ende des Projektes sind zwei Expertenworkshops geplant, deren Ziel die Diskussion und Evaluierung der Projektergebnisse vor Fertigstellung des Endberichtes ist.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die Studie wurde mit der Forschungsmethode einer „mehrstufigen Befragung nach dem Delphi-Prinzip“ bearbeitet. Den Befragungen vorausgegangen war eine umfassende Analyse der Veröffentlichungen über den Markt für ökologisches Schweinefleisch. Die Resultate aus den Befragungen haben eine Problem- und Schwachstellenanalyse des Marktes ergeben. Für zehn Problemkreise wurden die aktuelle Bedeutung, Problempotentiale und Wirkungen und auch Lösungsansätze beschrieben. Die zehn Problemkreise sind: Qualität, Rückverfolgbarkeit, Kommunikation, Verbraucheransprache, Teilstückproblematik, Zusatzstoffe, Marktrisiko und Kapitalisierung, Züchtung und Ferkelbeschaffung, Wirtschaftlichkeit und Markt, Richtlinien. Die Darstellung der Probleme im Ergebnisteil hat gezeigt, dass viele Probleme wie uneinheitliche Verbraucheransprache und fehlende Qualifikationen durch die Struktur des Ökomarktes allgemein entstanden sind. Andere Probleme wie Marktrisiken und Richtlinien liegen außerhalb des Einflussbereichs der Marktteilnehmer. Auffällig war eine große Unsicherheit bei der Einschätzung von Marktvolumen und -entwicklung, von Wettbewerbern und der eigenen Positionierung. Mit einer Untersuchung des Marktes für Ökoschweinefleisch in Dänemark werden die Unterschiede zum deutschen Markt deutlich. Die dänische Vorgehensweise wie Überwachung der Futtermittel, des Gesundheitsstatus der Tiere und der verabreichtren Arzneimittel durch den Staat sowie ein landesweit einheitliches Qualitäts- und Gesundheitsmanagement sollte als Vorbild für Deutschland fungieren. Als ein zentrales Ergebnis, das sich wie ein roter Faden durch die Studie zieht, ist der Mangel an Kommunikation innerhalb der Branche und damit verbunden eine genereller Informationsmangel. Die vorgeschlagene Lösung, die als Schlüssel für einige angesprochene Schwierigkeiten gelten kann, ist der horizontale und vertikale Zusammenschluss von Partnern mit ähnlichen Interessen. Ein weiteres zentrales Problem könnte mit dem Begriff „Rechtsunsicherheit“ umrissen werden. Die Marktteilnehmer fühlen sich angesichts der Mängel der so genannten „EU-Öko-Verordnung“ (abweichende Produktions- und Kontrollstandards innerhalb benachbarter Märkte) stark verunsichert. Die Schwächen des bestehenden Kontrollsystems, das als zu schwerfällig, als zu ineffizient, als zu uneinheitlich innerhalb Europas aber auch innerhalb Deutschlands betrachtet wird, verstärken diese Unsicherheit.

Links zu Projektergebnissen:

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