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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Lebensmittel - Unterscheidung von ökol. und konv. Lebensmitteln

Projekt:

Eignung der instrumentellen Analytik für die Unterscheidung von ökologisch und konventionell gefarmtem Speisefisch bei verschiedenen Spezies einschließlich verarbeiteter Produkte

FKZ:

Laufzeit:

 
08OE026 01-07-2010 bis 31-12-2012 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Max Rubner-Institut, Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch, Hermann-Weigmann-Str. 1, 24103 Kiel Ansprechpartner: Dr. Joachim Molkentin Telefon: 0431/609-2224 Email: joachim.molkentin@mri.bund.de

Kurzportrait:

Die aufgrund der Begrenzung natürlicher Ressourcen zunehmende Bedeutung der Aquakultur für die Produktion von Speisefisch zeigt sich an hohen jährlichen Wachstumsraten, insbesondere bei ökologisch erzeugten Produkten. Im Hinblick auf den Verbraucherschutz und nicht zuletzt den Schutz der Bio-Erzeuger muss dem potenziellen Risiko der Falschdeklaration konventioneller Produkte als Bio-Ware daher mit zusätzlichen Instrumenten zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit von Speisefisch aus ökologischer Aquakultur begegnet werden. In Ergänzung der von ökologischen Erzeugerverbänden wie z.B. „Naturland“ durchgeführten betrieblichen Kontrollen sind daher Verfahren zur nachträglichen Deklarationskontrolle von Produkten aus Aquakultur im Sinne einer Herkunftsüberprüfung auch auf Ebene des Einzelhandels von Bedeutung. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die zum 01.07.2010 in Kraft tretende Verordnung (EG) 710/2009 mit Durchführungsvorschriften zur EU-Ökoverordnung (EG) 834/2007 für die Produktion von Tieren in ökologischer Aquakultur. Inhalt des Forschungsvorhabens ist die Untersuchung validierter Methoden der instrumentellen Analytik für die Eignung zur Unterscheidung von ökologisch und konventionell gefarmtem Speisefisch. Dabei sollen erstmals verschiedene Arten sowie auch geräucherte Produkte berücksichtigt werden. Bei einigen Arten ist auch die Abgrenzung von Fisch aus Wildbeständen erforderlich.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Die aufgrund der Begrenzung natürlicher Ressourcen wachsende Bedeutung der Aquakultur für die Produktion von Speisefisch erfordert geeignete Instrumente zur Rückverfolgbarkeit von Fischereierzeugnissen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die zum 01.07.2010 in Kraft getretene ergänzende Öko-Verordnung (EG) 710/2009 bezüglich der Produktion von Tieren in ökologischer Aquakultur. Um dem potenziellen Risiko der Falschdeklaration konventioneller Produkte als Bio-Ware zu begegnen, untersuchte das Vorhaben die Eignung etablierter Methoden der instrumentellen Analytik für die Authentifizierung von Fischereierzeugnissen aus ökologischer Aquakultur. Exemplarisch wurden Bachforellen, Pangasius, Doraden sowie Garnelen analysiert, die innerhalb von 18 Monaten wiederholt aus mehreren ökologisch und konventionell arbeitenden Betrieben beschafft wurden. Zusätzlich wurden verarbeitete Produkte (geräuchert, gebeizt) aus Lachs und Bachforelle untersucht sowie Fänge aus wild lebenden Beständen von Doraden, Garnelen und Lachs in die Differenzierung einbezogen. Nach Speziesidentifizierung der insgesamt 320 Fischereierzeugnisse erfolgte die Bestimmung des Carotinoidmusters (Lachs, Bachforelle, Garnele), der Fettsäuren (FS) sowie der stabilen Isotope (SI) von Kohlenstoff und Stickstoff. Zur Differenzierung der drei Aufwuchsformen (ökologisch, konventionell, wild) wurden sowohl einzelne Parameter als auch durch multivariate Tests (Partial Least Squares Discriminant Analysis) ermittelte Kombinationen betrachtet. Für jede Tierart wurden – meist spezifische – Unterscheidungskriterien ermittelt, die mit Ausnahme von Garnelen eine weitreichende Authentifizierung von Bio-Produkten erlaubten. Aufgrund der potenziell hohen Variabilität der Futterzusammensetzung ist eine Festlegung starrer Grenzwerte für einzelne Parameter nicht praktikabel. Nach Demonstration der prinzipiellen Eignung vor allem der FS- und SI-Analytik zur Bestimmung der Produktionsweise sollten in der Praxis der Lebensmittelüberwachung jeweils empirische Schwellenwerte oder auch abweichende Kombinationen von Variablen ermittelt und verwendet werden. Der Einsatz der Verfahren kann durch Steigerung des Verbrauchervertrauens ein gesundes Wachstum der ökologischen Aquakultur unterstützen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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