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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Lebensmittel - Qualität

Projekt:

Bestimmung der ernährungsphysiologischen Qualität von Öko-Produkten anhand des antioxidativen Potentials der Lebensmittel

FKZ:

Laufzeit:

 
04OE027 15-08-2004 bis 31-12-2007 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, Institut für Ernährungsphysiologie, Haid-und Neu-Str. 9, 76131 Karlsruhe Ansprechpartner: Dr. Bernhard Watzl Telefon: 0721/6625-400 Email: bernhard.watzl@bfe.uka.de

Kurzportrait:

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, in Ergänzung zu diesen oben erwähnten Projekten Messungen zur ernährungsphysiologischen Qualität ausgewählter Lebensmittel durchzuführen und eine vergleichende Bewertung pflanzlicher Rohstoffe aus konventionellem und ökologischem Anbau zu ermöglichen. Beispielhaft sollen Äpfel und Möhren untersucht werden, weil für diese Lebensmittel ein direkter Verzehr ohne weitere Verarbeitung üblich ist. Bei den Lebensmitteln, welche auch in den übrigen Projekten eingesetzt werden, soll der Carotinoidgehalt sowie das antioxidative Potenzial als Summenparameter für die Gesamtheit aller sekundären Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung bestimmt werden. Darüber hinaus wird in Humanstudien die Veränderung des Antioxidantienstatus in vivo vor und nach dem Verzehr pflanzlicher Lebensmittel bestimmt und die Bioverfügbarkeit der Carotinoide und Polyphenole ermittelt. Die gemeinsame Auswertung der Ergebnisse mit den im Projekt 02OE170/F gewonnenen Daten soll aufzeigen, inwieweit die beim Menschen erhobenen ernährungsphysiologischen Daten mit den im Projekt 02OE170/F eingesetzten Methoden korrelieren. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen mit den Kooperationspartnern sowie auf Tagungen mit Vertretern aus Verbraucher- und Anbauverbänden und der Politik diskutiert werden.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Problemstellung: Die Diskussionen über sichere Lebensmittel (u.a. Rückstände von Pestiziden) im letzten Jahrzehnt hat das Verbraucherverhalten verändert. Viele Verbraucher bevorzugen ökologisch erzeugte Lebensmittel. Allerdings gibt es bis heute noch nicht ausreichende wissenschaftliche Daten dazu, ob ökologisch erzeugte Lebensmittel tatsächlich ernährungsphysiologisch hochwertiger sind als konventionell produzierte. Sekundären Pflanzenstoffen aus Obst und Gemüse (Carotinoiden, Polyphenole) kommt im Allgemeinen eine hohe gesundheitliche Bedeutung zu. Die in der Literatur beschriebenen protektiven Effekte auf entzündliche, atherosklerotische und tumorigene Prozesse werden u.a. auf ihr antioxidatives Potenzial zurückgeführt. Ziel der Studie war es daher zu untersuchen, ob sich der Gehalt an Carotinoiden und Polyphenolen und die antioxidative Kapazität in Lebensmitteln aus konventionellem und ökologischem Anbau unterscheidet. Darüber hinaus wurden drei humane Interventionsstudien durchgeführt, die klären sollten, ob die unterschiedlichen Anbauvarianten (ökologisch/konventionell) Einfluss auf die Bioverfügbarkeit der sekundären Pflanzenstoffe und den antioxidativen Status in vivo haben. Methodik: Im Rahmen des Projektes wurden Äpfel, Karotten und Weizenvollkorn der Erntejahre 2004, 2005 und 2006 aus kontrollierten Anbauversuchen untersucht. Die Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen in vitro und in vivo wurden mittels HPLC/DAD/MS quantifiziert. Die antioxidativen Kapazitäten in vivo und in vitro wurden mit drei unterschiedlichen Testsystemen analysiert. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass die Anbauweise (ökologisch/konventionell) die Bildung von sekundären Pflanzenstoffen und das antioxidatives Potenzial in den untersuchten Lebensmitteln beeinflussen kann. Für die Öko-Produkte kann ein leicht höherer Gehalt und antioxidatives Potenzial bestimmt werden. In den durchgeführten Humanstudien, konnten keine Unterschiede in der Bioverfügbarkeit von Carotinoiden und Polyphenolen zwischen ökologisch und konventionell angebauten Äpfeln bzw. Karotten gezeigt werden. Schlussfolgerung: Die beobachteten Unterschiede im Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen sowie im antioxidativen Potenzial zwischen den Anbauweisen sind klein und besitzen geringe ernährungsphysiologische Relevanz.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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