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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Lebensmittel - Hygiene
Projekt:
Charakterisierung der Mikroflora und Beurteilung der Haltbarkeit verderblicher pflanzlicher Produkte aus ökologischer und konventioneller Erzeugung mit Hilfe neuer Methoden
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 03OE191 | 01-05-2004 bis 31-10-2007 |
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Ausführende Stelle:
Fachhochschule Fulda
Fachbereich Oecotrophologie
Marquardstraße 35
36039 Fulda
Ansprechpartner: Prof. Dr. Friedrich-Karl Lücke
Telefon: 0661/9640-376
Email: friedrich-karl.luecke@he.fh-fulda.de
Kooperationspartner:
Universität Kassel, Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur Hessisches Dienstleistungszentrum für Landwirtschaft, Gartenbau und Naturschutz Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie
Kurzportrait:
Ziel dieses Forschungsprojektes ist, die durch mikrobielle Aktivität begrenzte Haltbarkeit ausgewählter unverarbeiteter verderblicher pflanzlicher Lebensmittel aus ökologischer und konventioneller Erzeugung besser vorherzusagen und dadurch zu einer Optimierung der Lagerbedingungen und der Frische der Öko-Erzeugnisse beizutragen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Möhren. Es sollen moderne mikrobiologische und molekularbiologische Methoden (PCR-gestützte DNA-Fingerprint Methoden mit EDV-gestützter Datenauswertung) eingesetzt werden, um die spezifische Verderbs-Mikroflora der Öko-Erzeugnisse im Vergleich zu konventionell erzeugter Ware zu analysieren und die Ursachen für Haltbarkeitsunterschiede zu ermitteln. Auf der Basis der Ergebnisse sollen Empfehlungen für Erzeuger und Handel erarbeitet und diesen direkt bzw. über Multiplikatoren (Beratung, Weiterbildung) zugänglich gemacht werden.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Um festzustellen, wie sich unterschiedliche Anbauformen auf die spezifische Verderbsflora und die Lagerfähigkeit von Möhren und anderen verderblichen Erntegütern auswirken, wurde Erntegut aus definierter Erzeugung der Jahre 2004, 2005 und 2006 bis zu 7 Monaten bei 5°C und 95% rF gelagert. Vier von 42 eingelagerten Möhrenvarianten verdarben durch Pilze, davon zwei ökologische Feldversuchproben, die experimentell mit organischem Stickstoff „überdüngt“ worden waren. Weitere Hinweise auf einen Einfluss der Anbauform auf die Lagerfähigkeit gab es nicht. Die Fingerprint-Methoden SSCP und ARDRA weisen Unterschiede in der ribosomalen RNA nach und erfassten Unterschiede in der Zusammensetzung der Bakterienflora sowie deren Verschiebung während der Lagerung von Möhren. Deutliche Effekte der Anbauform gab es nicht. ARDRA und SSCP ergaben bei Reinkulturen von Pilzen unterschiedliche DNA Fragmentmuster. Die SSCP-Methode sowie die T-RFLP-Methode, einer Weiterentwicklung der ARDRA, erfasste Unterschiede in der Pilzflora bei Möhrenproben mit sichtbarem pilzlichen Verderb. Pilz-Reinkulturen von verdorbenen Möhren erwiesen sich sowohl morphologisch als auch nach Klonierung und Sequenzierung von rDNA im Wesentlichen als bekannte Erreger von Möhren-Lagerkrankheiten. Kultivierungsunabhängige Methoden (Sequenzierung von DNA Fragmenten aus SSCP-Gelen von Pilzgemeinschaften) ergaben auch Arten (z.B. von Basidiomyceten), die bisher noch nicht im Zusammenhang mit dem Verderb von Möhren beschrieben wurden. Diese Methodik erfasste auch Unterschiede in der Pilzflora verdorbener Zwiebeln, Pastinaken und Tomaten. Konventionelle mikrobiologische Methoden, Festigkeitsmessungen sowie die Wund Inokulation von Möhren mit Botrytis cinerea bzw. Fusarium sp. ergaben keine eindeutigen Hinweise auf einen Einfluss von Anbauform und Standort.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



