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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Lebensmittel - Qualität

Projekt:

Qualitätssicherung bei der Langzeitlagerung ökologisch erzeugter Möhren

FKZ:

Laufzeit:

 
03OE151 01-01-2004 bis 15-07-2004 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Gartenbau, Steenbeker Weg 151, 24106 Kiel Ansprechpartner: Gerd Alpers Telefon: 0431/30109 40 Email: galpers@lksh.de

Kurzportrait:

Ziel des Projekts ist die Identifizierung der Risikofaktoren, die den Verderb von Lagermöhren beschleunigen. Dies geschieht durch die Bestimmung der relevanten Mikroorganismen und spezifischen Lagerbedingungen und resultiert in der Erarbeitung eines praxistauglichen, d.h. einfach zu handhabenden und überregional einsetzbaren Schätzrahmens. Die Abschätzung des Verderbrisikos von Einzelpartien erfolgt vor der Einlagerung, dadurch besteht für den Landwirt die Möglichkeit, die Ware so im Lager zu positionieren, dass verderbgefährdete Partien für eine frühe Auslagerung gut zugänglich sind und vermarktet werden können, bevor der Verderb untragbar hoch geworden ist.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Von 25 Möhrenschlägen auf Marschböden im Bereich der schleswig-holsteinischen Westküste wurden in der zweiten Septemberhälfte 2003 Pflanzenproben gezogen und deren Besatz mit Lagerkrankheiten qualitativ bestimmt. Von den Ende Oktober maschinell geernteten Möhren wurde je Fläche eine Probe gezogen und in einem maschinengekühlten Lager bei 0 – 0,5 °C und ca. 95 % rel. Luftfeuchte etwa 4 Monate lang gelagert. Anfang März 2004 wurden die krankheitsbedingten Lagerverluste und die sie verursachenden Lagerkrankheiten bestimmt. Obwohl zwischen dem Krankheitsbesatz vor und nach der Auslagerung nur wenige Übereinstimmungen bestanden, ließ sich unter Verwendung weiterer Daten zu Fruchtfolge, Stickstoffniveau im Boden und dem Anteil beschädigter Möhren im Lagergut ein Index zur Abschätzung der voraussichtlichen krankheitsbedingten Lagerverluste ermitteln, der mit r = 0,45 * mit den tatsächlichen Verlusten korreliert war. Die zusätzliche Berücksichtigung der sortenbedingten Lagereignung ergab r = 0,66 ***. Dennoch sind der Index und der darauf basierende Schätzrahmen nur eingeschränkt praxistauglich, da ohne Berücksichtigung der sortenbedingten Lagereignung in nur 16 von 25 Fällen (= 64 %) ein enger Zusammenhang zwischen Index und Lagerverlusten gefunden wurde. Bei Anpassung des Index an die Lagereignung der Sorten waren es 18 von 25 Fällen (= 72 %). In der Praxis erscheint eine auf gut lagerfähige Sorten beschränkte Anwendung des Schätzrahmens sinnvoll, wobei der Index hier in 16 von 23 Fällen (= 70 %) einen engen Zusammenhang mit den Lagerverlusten aufwies und mit r = 0,58 ** eine gut signifikante Korrelation zwischen Index und Lagerverlusten bestand. In allen Fällen, in denen kein Zusammenhang zwischen Index und Lagerverlusten bestand, traten trotz sehr niedriger Indices hohe bis sehr hohe Lagerverluste auf.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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