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Lebensmittel - Hygiene
Projekt:
Beurteilung der Milchqualität und Schwachstellenanalyse des Produktionsprozesses in ökologisch bewirtschafteten Milchviehbetrieben - unter besonderer Berücksichitung des Bacillus cereus
FKZ: |
Laufzeit: |
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|---|---|---|
| 02OE342 | 01-06-2002 bis 30-04-2004 |
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Ausführende Stelle:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Physiologie, Biochemie und Hygiene der Tiere
Katzenburgweg 7
53115 Bonn
Ansprechpartner: Prof. Dr. Helga Sauerwein
Telefon: 0228/732804
Email: sauerwein@uni-bonn.de
Kurzportrait:
Im Themenbereich "Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse und Qualitätsaspekte" beinhaltet das Forschungsprojekt die Verarbeitung ökologisch erzeugter Produkte: Strukturen, Entwicklung, rechtliche Rahmenbedingungen, Qualitätsanforderungen und -verbesserungen, Angebotsvielfalt, Probleme, politischer Handlungsbedarf. Es wird eine Status Quo-Erhebung zu Prozess- und Produktqualität in konventionellen u. ökologisch geführten Milcherzeugerbetrieben erstellt. Die Situation auf konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben wird anhand von Checklisten erfasst, die einen Vergleich einzelner Betriebs- und Managementgegebenheiten ermöglichen. Die identifizierten Schwachpunkte und Risiken dienen als Grundlage zur Erarbeitung eines Beratungskonzeptes. Von Seiten der milchverarbeitenden Betriebe wird als spezifisches Problem die Kontamination der Rohmilch mit spezifischen pathogenen Keimen (Bacillus cereus) genannt. Speziell diese Problematik wird im Rahmen dieses Projektes geprüft, bewertet und Strategien zur Verbesserung der Situation erarbeitet.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Versuch I Die betrieblichen Gegebenheiten und Milchqualitätsparameter von 15 ökologisch und 13 konventionell wirtschaftende Milchviehbetriebe wurden nach Entwicklung von Checklisten (Bereiche Melken, Fütterung, Haltung und Management) zweimal mit halbjährigem Abstand erhoben und die Daten den Komplexen Eutergesundheit, Stoffwechsel, Fruchtbarkeit und Fundament zugeordnet. Im Vergleich zu konventionell arbeitenden Betrieben wendeten Öko-Betriebe zwar häufiger die einzelnen hygienischen Maßnahmen an, prüften aber seltener die Eutergesundheit. Bei der Fütterung wurden seltener Berater hinzugezogen. Die Klauenpflege erfolgte weniger regelmäßig, es wurde aber häufiger Auslauf angeboten. Für Fruchtbarkeit, d.h. den Besamungsindex, bestanden keine betriebsartlichen Unterschiede. Auf Öko-Betrieben wurden häufiger Deckbullen eingesetzt und auf Fruchtbarkeitsdaten weniger genau geachtet. Die Parameter aus der Güte- und der Milchleistungsprüfung (Juni 2002 bis Oktober 2003) deuten auf eine stärkere Gefährdung der Eutergesundheit und auf ein Energie- und/oder Eiweißdefizit bei den Öko-Betrieben. Offenbar besteht je nach Bewirtschaftungsform ein anderes Verständnis für Gesundheit und Krankheit bzw. deren Übergang. Das vorgestellte Konzept zur Schwachstellenanalyse ist primär auf Öko-Betriebe anzuwenden, gleichermaßen aber auch auf konventionell wirtschaftende Betriebe mit entsprechendem Gefährdungspotential. Versuch IIb Die Kontamination mit Bacillus cereus erfolgte in der Molkerei, nicht schon auf den Erzeugerbetrieben. In zwei Versuchsreihen zur Bedeutung von B. cereus für die Haltbarkeit der Biomilch zeigte sich der Verderb unabhängig von der zugegebenen B.cereus-Menge und als durch den Geruch zuerst erkennbar.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



