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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Lebensmittel - Hygiene

Projekt:

Status Quo der Vermarktung ökologischer Ziegenmilchprodukte: Sicherung von mikrobiologischer Qualität und Authentizität am Modell der Region Hessen

FKZ:

Laufzeit:

 
02OE116 01-06-2002 bis 31-10-2003 Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Ausführende Stelle:

Justus-Liebig-Universität Giessen, Institut für Tierärztliche Nahrungsmittelkunde, Ludwigstraße 21, 35390 Gießen Ansprechpartner: Prof. Dr. Ewald Usleber Telefon: 0641/99-38950 Email: Ewald.Usleber@vetmed.uni-giessen.de

Kurzportrait:

Ziel des Projektes ist eine Status Quo-Erhebung zu Verarbeitungsparametern von ökologischen Ziegenmilchprodukten. Die Untersuchungen der mikrobiologischen Qualität (Hygienemarker und pathogene Mikroorganismen) von Ziegenkäse erfolgen an konventionell und ökologisch erzeugten Produkten aus Einzelhandelsgeschäften und der Direktvermarktung. Zur Sicherstellung und Nachprüfbarkeit der Authentizität wird ein zuverlässiges molekularbiologisches Verfahren (PCR-RFLP Methodik anhand spezifischer Restriktionsmuster unter Verwendung geeigneter Markergene) zum Nachweis einer Verfälschung von Ziegenkäse durch Kuhmilch erarbeitet. Am Modell der Region Hessen werden die Grundlagen eines Qualitätssicherungssystems ökologischer Ziegenmilchprodukte etabliert.

Kurzfassung der Ergebnisse:

Für eine Status-Quo-Erhebung am Modell der Region Hessen wurden ökologisch bzw. zu Vergleichszwecken konventionell erzeugte Ziegenmilchprodukte (Ziegenkäse) aus Direktvermarktung und Handel auf mikrobiologische Qualität und tierartspezifische Authentizität untersucht. Die mikrobiologischen Untersuchungen von 183 Proben zeigen, dass Ziegenkäse aus regionaler Direkt-vermarktung in Hessen hinsichtlich Gesundheitsrisiken durch pathogene Keime kein über dem für vergleichbare Produkte liegendes Problem darstellt. Für Ziegenkäse aus einigen Betrieben wurden aber deutliche Hygienemängel festgestellt, in Produkten zweier Betriebe (davon ein ökologisch wirtschaftender Direktvermarkter) mit den stärksten Hygienemängeln wurden zudem Listeria monocytogenes nachgewiesen. Die molekularbiologische Untersuchung von 160 als reine Ziegenmilchprodukte deklarierten Proben mittels PCR ergab, dass - mit Ausnahme der Produkte eines auffälligen Betriebes - ökologischen Produkte aus regionaler Direktvermarktung keine Kuhmilchzusätze enthielten. Bei Importprodukten war der Anteil positiver Proben je nach Ursprungsland sehr unterschiedlich. Insgesamt ergab sich für die untersuchten Parameter somit ein überwiegend positives Gesamtbild, die Produkte einzelner Betriebe mussten jedoch als problematisch angesehen werden. Aufgrund der Befunde erscheint es sinnvoll, zur Sicherstellung einer durchgehend guten Qualität und der gesundheitlichen Unbedenklichkeit in einigen Bereichen, insbesondere im Hinblick auf mikrobiologische Hygienemarker, verstärkt Routineuntersuchungen durchzuführen.

Links zu Projektergebnissen:

Ergebnisse dieses Projektes bei Organic eprints...Ergebnisse bei Organic eprints...

Ergebnisse dieses Projektes bei Oekolandbau.de ...Ergebnisse bei Oekolandbau.de...



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