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Projektliste Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Ausbildung / Wissenstransfer - Ausbildung/Wissenstransfer
Projekt:
Ausbildung im ökologischen Landbau
FKZ: |
Laufzeit: |
|
|---|---|---|
| 02OE323 | 01-06-2002 bis 29-02-2004 |
|
Ausführende Stelle:
Universität Hohenheim
Institut für Sozialwissenschaften des Agrarbereichs
Schloß-Museumsflügel
70599 Stuttgart
Ansprechpartner: Dr. Alexander Gerber
Telefon: 030/28482300
Email: gerber@boelw.de
Kurzportrait:
Es wird eine Status Quo-Erhebung über die Berufsangebote im ökologischen Landbau erarbeitet. Diese beinhaltet die Erfassung der Lehrpläne aller Berufs-, Fach- und Technikerschulen sowie die Prospekte und Curricula der freien Angebote im Bereich ökologischer Landbau. Darüber hinaus werden die Weiterbildungsangebote zum ökologischen Anbau und die fachbezogenen Angebote an Fachhochschulen und Universitäten ermittelt. Aktuelle Daten zu Ausbildungsstatistiken und Expertengespräche mit ausgewählten Fachleuten runden die Status Quo-Analyse ab. Die Bildungsangebote werden hinsichtlich Art, Umfang und Qualität bewertet, Schwierigkeiten zu ihrer Weiterentwicklung werden identifiziert und Vorschläge für die Fortschreibung von Lehrplänen erarbeitet. Auf der Grundlage der Analysen werden Strategien zur Verbesserung der betrieblichen Ausbildungssituation verfasst und Vorschläge zur Weiterentwicklung der universitären Ausbildung, der Weiterbildung von Lehrkräften und zur Überwindung struktureller Hemmnisse innerhalb der Berufsausbildung konzipiert.
Kurzfassung der Ergebnisse:
Ziel der Forschungsarbeit war es, Wissenslücken zur Berufsbildung im Ökologischen Landbau (ÖL) im Bereich Landwirtschaft zu schließen. Untersucht wurden insbesondere die betriebliche Ausbildungssituation, das Lehrangebot an Berufs, Fach- und Technikerschulen der relevanten Bundesländer, sowie die fachliche Ausbildung zum ÖL an Fachhochschulen und Universitäten. Zweites zentrales Ziel war die Entwicklung von Strategien zur Verbesserung der Situation in der Berufsbildung im ÖL. Der Umfang verschiedener Inhalte zum ÖL im Unterricht ist in den befragten Berufs- und Fachschulen der einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. An den Hochschulen ist ein Basisangebot zum ÖL überall vorhanden. Die Universitäten in Witzenhausen, Hohenheim und Bonn bieten das umfangreichste Angebot an. Dabei werden handlungsorientierte Lehrmethoden häufiger eingesetzt als in der Lehre zum konventionellen Landbau. Insgesamt gaben ein Viertel der befragten Berufsschüler und ein Fünftel der Fachschüler an, dass mehr Inhalte zum ÖL im Rahmen ihrer Berufsbildung unterrichtet werden sollen. Der Bedarf unterscheidet sich in den verschiedenen Bundesländern deutlich. 9,3% der befragten Fachschüler sind an einem speziellen Angebot in Fachrichtung ÖL interessiert. Trotzdem ist die Nachfrage an den 4 Fachschulen für ÖL gerade ausreichend für eine Klasse und in manchen Jahren kommt sogar keine Klasse zustande. Diese Fachschulen waren nur knapp einem Fünftel der interessierten Schüler bekannt. Eine Ausbildung mit Schwerpunkt ÖL wird, außer an einer Berufsschule in Niedersachsen nur von freien Trägern der biologisch-dynamischen Richtung angeboten. Ein frühzeitige Spezialisierung in der Ausbildung soll laut Aussage der Ministerien vermieden werden. Das fehlende Grundlagenwissen von Auszubildenden ökologischer Betriebe beeinträchtigt auch die betriebliche Ausbildung.
Links zu Projektergebnissen:
Ergebnisse bei Organic eprints...
Ergebnisse bei Oekolandbau.de...
Symbolerläuterung:
Diese Projekte sind noch in Bearbeitung.
Diese Projekte sind abgeschlossen.



