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Forschung und Entwicklung

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Entwicklung

Seit dem Start des Bundesprogramms 2002 hat sich die Bio-Branche entschieden gewandelt. Aus dem einstigen Nischensegment ist eine Wachstumsbranche geworden, die jährlich zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet. Allein 2005 stieg der Umsatz um 15 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro. Das Interesse der Verbraucher an Bio-Produkten ist heute so groß, dass der inländische Bio-Markt in einigen Segmenten der hohen Nachfrage nicht mehr nachkommen kann. Heimische Bio-Waren werden knapp. Deutsche Anbieter sind zusätzlich einem immer stärkeren Preisdruck ausgesetzt, seitdem auch die klassischen Vermarktungs­schienen wie der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel den Wachstumsmotor Bio für sich entdeckt haben.

Entwicklung der Branche im Blick

In den Anfangsjahren waren die Maßnahmen des Bundesprogramms darauf ausgerichtet, das Interesse der Verbraucher an Bio-Waren zu wecken und die Nachfrage zu stärken. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen gilt es in der zweiten Hälfte der Programmlaufzeit, die Konzeption des Bundesprogramms kritisch zu reflektieren. Gegebenenfalls müssen die aktuellen Projekte um neue Maßnahmen zur Stärkung des deutschen Bio-Markts ergänzt werden.

Enge Vernetzung mit Experten der Bio-Branche

Bei der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten und beim Wissenstransfer verzeichnet die Neuausrichtung des Programms bereits Erfolge. Nach Gesprächen mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis wurden 2006 neue Schwerpunkte bei der Förderung von Forschungs­projekten festgesetzt. Die enge Vernetzung mit Experten der Branche ist auch künftig ein wesentlicher Pfeiler des Bundesprogramms. Durch den Austausch von Ideen und Erfahrungen können die Projekte optimal auf die aktuelle Entwicklung der Branche abgestimmt werden. Bei regelmäßigen Expertenrunden werden die Maßnahmen des Bundesprogramms überprüft, um sie eventuell anzupassen oder die Zielsetzung zu überarbeiten.